Bürgermeister zeigt klare Kante beim "Heißen Stuhl"

Bürgermeister Lambert Lütkenhorst nahm auf dem "Heißen Stuhl" Platz, den der Stadtspiegel im Autohaus Köpper aufstellte und beantwortete alle Fragen der Besucher.
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  • Bürgermeister Lambert Lütkenhorst nahm auf dem "Heißen Stuhl" Platz, den der Stadtspiegel im Autohaus Köpper aufstellte und beantwortete alle Fragen der Besucher.
  • Foto: André Elschenbroich
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Zum zweiten Mal setzte sich Lambert Lütkenhorst auf den „Heißen Stuhl“, den der Stadtspiegel im Autohaus Köpper aufstellte, und beantwortete die Fragen der Gäste.

Es ist für einen Politiker immer ein Wagnis, sich quasi „unplugged“ den Fragen der Bürger seiner Stadt zu stellen. Lambert Lütkenhorst setzte sich am vergangenen Freitag auf den „Heißen Stuhl“ und sprach Klartext. Er verblüffte einen Besucher mit der Kenntnis dessen ganz persönlichen Falles und erläuterte, warum mache Ziele bürokratisch einfach nicht zu erreichen sind. „Manchmal geht es einfach nicht“, so Lütkenhorst.

Kämpferisch und ein wenig auf Krawall gebürstet sprach ein Vertreter der Freibadinitiative vor. Lütkenhorst blieb cool und erläuterte mit viel Fachwissen und noch mehr Geduld, warum beispielsweise dort, wo einst das alte Freibad stand, nie mehr ein neues entstehen kann.

Ein anderer Gast stellte die Frage, warum eine Stadt nicht mit den Instrumentarien moderner Betriebswirtschaft gelenkt wird. Der Bürgermeister konnte beweisen, dass Dorsten nicht aus dem Notizbuch und der Zigarrenkiste heraus verwaltete wird.

Aber gerade beim Thema Geld sind gesetzliche Schranken aufgebaut, die Lütkenhorst erklärte. Was da auf Kreisebene abgeht, erinnert zuweilen an einen Schildbürgerstreich. Muss in Dorsten eine Stelle nach dem Ausscheiden eines Mitarbeiters ein Jahr unbesetzt bleiben, so nutzt der Kreis Recklinghausen die günstige Gelegenheit, um den Bewerber mit höherem Gehalt und Laufbahnvorteilen regelrecht wegzulocken. Ein Fall, der alles andere als lustig ist.

Das Fazit des Abends: es ist gut, solche heißen Stühle aufzustellen. Nur durch Gespräche klären sich Dinge. Auch die Idee, mit dem „Heißen Stuhl“ in Betriebe des Mittelstandes wie dem Autohaus Köpper zu gehen, hat sich als hilfreich erwiesen. „Viele Dinge, die der Bürgermeister hier erläutert hat, kannte ich so nicht. Wir stehen gerne wieder als Gastgeber zu Verfügung, denn das ist Wissen aus erster Hand“, sagte Kristina Salamon, Inhaberin der Köpper-Gruppe. Auch Markus Pettendrup, Geschäftsführer des Autohauses, freute sich über den Erfolg des „Heißen Stuhls“.

Text von Jo Gernoth

Autor:

Lokalkompass Dorsten aus Dorsten

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