Maria und Hans-Jürgen Balster stehen vor den Scherben ihrer Existenz

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Altendorf. Vor den Scherben ihrer Existenz stehen nun Maria und Hans-Jürgen Balster mit ihrem Gartenbaubetrieb aus Dorsten Altendorf.

Alle paar Sekunden hört man nun auf ihrem Hof, an der Straße Hohes Bram, das Klirren und Zerbersten von Glasscheiben. Am Nachmittag des 7. Juni hatte ein starker Hagelschauer dafür gesorgt, dass all ihre Gewächshäuser und zusätzlich die komplette bepflanzte Freilandfläche zerstört wurden. „Der Hagelschauer dauerte lange 15 Minuten und es vielen zeitweise Tischtennisball große Körner vom Himmel“, berichtet fassungslos Inhaber Hans-Jürgen Balster. Seine Frau ergänzt: „Ich dachte es hört gar nicht mehr auf. Erst gestern haben wir die ersten Tomaten geerntet und nun befürchte ich, dass es die letzten waren“, so Maria Balster.

Der kräftige Hagelschauer ließ die Glasscheiben der Gewächshäuser mit einer Fläche von über 4.000 Quadratmeter zerspringen. Nun liegen in den ganzen Pflanz-Kulturen massenweise die Scherben. Aber noch viel gefährlicher sind die defekten Glasscheiben im Dachbereich, die jetzt nach und nach herabkrachen und teilwiese auch im Boden senkrecht stecken bleiben. Hier herrscht absolute Lebensgefahr. Deshalb dürfen die Häuser auch nicht mehr betreten werden.

Die Eheleute Balster können nur zusehen, wie die erntereifen Tomaten, Gurken und diverse Blumen vor ihren Augen verderben. Ein trauriger Anblick. Aber als wäre dies nicht genug Schaden. Auch die komplette Freilandfläche, immerhin nochmals 15.000 Quadratmeter, mit den verschiedenen Gemüse-, Beet und Balkon Pflanzen wurden durch den Hagel zerstört.

Am Mittwochvormittag blieb den Balsters nur die Möglichkeit die Gewächshäuser komplett zu sperren und auch ihren Hofladen zu schließen. Wie es weiter geht wissen sie derzeit nicht. „Gerade jetzt, wo die Hochphase unserer Arbeit ansteht, können wir nichts machen. Wir wissen gar nicht, ob wir überhaupt noch weiter machen können und wollen“, sagt Hans-Jürgen Balster.

Zwar gibt es eine Versicherung, aber die war bisher noch nicht da, deshalb ist unklar was an Schäden übernommen wird. Aber wenn man das Ausmaß der Schäden betrachtet, wird umgehend klar, so schnell geht es hier auf keinen Fall weiter, auch wenn man wollte.

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Foto Bludau aus Dorsten

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