Mitbegründer der Städtepartnerschaft mit Crawley Jim Smith verstorben

Jim Smith mit seiner Frau Brenda beim Besuch in Dorsten im Jahr 1996.
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  • Jim Smith mit seiner Frau Brenda beim Besuch in Dorsten im Jahr 1996.
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  • hochgeladen von Olaf Hellenkamp

Dorsten/Crawley. Im Alter von 89 Jahren ist am Mittwoch, 9. November Jim Smith verstorben, einer der Väter der Städtepartnerschaft zwischen Crawley und Dorsten. Im August war er noch in Dorsten zu Gast, um die Stadtplakette in Gold entgegen zu nehmen, die ihm als Würdigung für sein jahrzehntelanges Engagement verliehen wurde.

„Jim Smith war ein liebenswerter Mensch und ein großer Europäer, für den die Einigung des Kontinents kein abstraktes Projekt war, sondern nur durch ein Miteinander der Menschen und der Gemeinden gelingen konnte“, sagte Bürgermeister Tobias Stockhoff am Freitag. „In einer Zeit, in der viele das vereinigte Europa in Frage stellen, werden wir seine Stimme schmerzlich vermissen.“

Jim Smith wurde 1927 in London geboren, lebte seit 1952 in Crawley, arbeitete als Lehrer und Universitätsdozent. Seit 1968 gehörte er dem Stadtrat an und war viermal Bürgermeister der Stadt. Er gehörte zu den Initiatoren der Städtepartnerschaft mit Dorsten, die 1973 besiegelt wurde. 25 Jahre lang war er Vorsitzender des dortigen Freundeskreises, danach sein Ehrenvorsitzender.

Er hat ungezählte Begegnungen angestoßen, hat Besuche und Gegenbesuche von Sportvereinen, Chören, Schulklassen und Theatergruppen vermittelt und oft begleitet, stellte sein Haus als Gastquartier zur Verfügung und wohnte bei Besuchen in Dorsten ebenfalls als Gast bei Freunden. 1981 radelte er mit dem damaligen Stadtdirektor Ken Newell von Crawley nach Dorsten – die Ankunft in der Lippestadt stieß auf große Beachtung. Er war auch daran beteiligt, dass Dorsten 1982 eine englische Telefonzelle und einen Briefkasten als Geschenk in Empfang nehmen konnte. Erst im Sommer sind die beiden Symbole dieser Städtepartnerschaft von der Recklinghäuser Straße zum St. Anna-Stift umgezogen.

„Mit seinen Angehörigen und unseren Freunden in Crawley werden auch viele Dorstener um Jim Smith trauern. Alle, die ihn kannten, werden ihn als wirklich feinen Kerl in Erinnerung behalten“, so Bürgermeister Stockhoff.

Jim Smith mit seiner Frau Brenda beim Besuch in Dorsten im Jahr 1996.
Jim Smith Ende der 80er Jahre.
Autor:

Larissa Theresiak aus Dorsten

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