Eine Ziege als Starthilfe für Familien in Afrika
Afrikafreunde Wulfen regen Hilfe zu Selbsthilfe an

Das Ziegenprojekt soll Starthilfe für Familien in Afrika sein und somit Hilfe zur Selbsthilfe.
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  • Das Ziegenprojekt soll Starthilfe für Familien in Afrika sein und somit Hilfe zur Selbsthilfe.
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Coronabedingt musste die Jahreshauptversammlung der Afrikafreunde Wulfen im vergangenen Jahr abgesagt werden, doch in diesem Jahr hat es nun geklappt. Ende Juli dieses Jahrs konnte der Vorsitzende Ritschi Vadder die geladenen Vereinsmitglieder in der Wittenbrink Klause begrüßen.

Nach den üblichen Regularien mit Protokoll, Geschäftsberichten, Kassenlage und Entlastung wurden Günter Hessing und Ritschi Vadder bei der anstehenden Vorstandswahl für weitere drei Jahre einstimmig in Ihren Ämtern bestätigt. Anschließend berichtete der Vorstand über neue Projekte, die künftig von den Afrikafreunden unterstützt werden sollen. Extreme Klimabedingungen wie lange Trockenzeiten und Flutkatastrophen bestimmen seit einigen Jahren die Lebenssituation der Menschen im Süden von Malawi. Bekanntlich zählt Malawi zu den ärmsten Ländern der Welt. Konkret geht es bei dem neuen Hilfsprojekt um die Bewohner der Dörfer Alufazema, Mchacha 58, Ng'ombe und Gugumia am Steilhang des Thyolo-Bergmassivs. „Es geht darum, die  Lebensbedingungen dieser Menschen nachhaltig zu verbessern. Unter anderem wurde den Mitgliedern auch ein sogenanntes Ziegenprojekt vorgestellt, welches als erstes in Angriff genommen wird. Initiiert und überwacht wird das Projekt von der Muona-Foundation, unserem langjährigen vor Ort Partner in Muona. Der Präsident William Allan hat uns gebeten, dieses Projekt zu unterstützen“, berichtete der Vorsitzende Ritschi Vadder. Mittlerweile liegen dem Vorstand konkrete Zahlen zur Projektunterstützung vor.

„Seit einigen Jahren leben die Menschen dort von Brennholz und selbst hergestellter Holzkohle, die sie in der Stadt Blantyre und angrenzenden Gemeinden verkaufen. Leidtragender ist die Umwelt. Die natürlichen Wälder, die vor etwa 20 Jahren große Flächen in Muona bedeckten, sind jetzt abgeholzt, die Berghänge sind kahl. Die Folge sind Bodenerosionen, weitere Anpflanzungen wie Mais und andere Nahrungsmittel werden erschwert, Überschwemmungen und Dürren nehmen zu, die Lebensbedingungen verschlimmern sich von Jahr zu Jahr.

Noch vor 20 Jahren verdienten die meisten Menschen Ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Bananen, Avocados und Ananas in den Städten. Dieses Geschäft kam zum Erliegen, nachdem mehrere Hektar Bananenplantagen von der Bananensackkrankheit befallen wurden und die anhaltende Trockenheit viele Bananenstauden, Ananaspflanzen und Avocado Bäume verdorren ließ. Der Klimawandel ließ die Haupteinnahmequelle versiegen. Beschleunigt wird diese Abwärtsspirale durch das starke Bevölkerungswachstum. Es fehlt den Familien schlichtweg der Platz um pflanzliche Nahrung anzubauen.

In den vier Dörfern leben insgesamt ca. 2.800 Haushalte mit durchschnittlich sechs Familienmitgliedern pro Haushalt“ berichten die Afrika Freunde aus Wulfen. Und weiter: „Aus jedem Dorf sollen bedürftige Haushalte eine Ziege erhalten. Sobald diese Ziegen Nachwuchs haben sollen die nächsten bedürftigen Haushalte eine Ziege bekommen, bis alle ausgewählten Haushalte eine Ziege als Einkommensquelle besitzen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Reduzierung der Haushalte die bisher nur vom Baumfällen lebten, die Natur kann sich erholen und die extremen Klimabedingungen, zum Beispiel die Bodenerosionen usw. nehmen ab.“

„Ziegen sind besonders pflegeleicht im Vergleich zu vielen anderen Nutztieren. Auch unter schwierigen Bedingungen finden sie noch Nahrung. Denn Ziegen sind extrem anpassungs- und widerstandsfähig. Das macht sie zu einem idealen Haustier für Menschen in ressourcenknappen Entwicklungsländern. Eine Ziege liefert Nahrung, Dünger und Nachwuchs, der auf dem Markt verkauft werden kann. Mit einer Ziege wird die Lebensgrundlage der Familien in den Dörfern deutlich verbessert. Es ist geplant, die Ziegen aus der näheren Umgebung zu beschaffen, das hat den Vorteil, dass die Ziegen das Umfeld und die Bedingungen vor Ort bereits weitestgehend kennen“, sagt Ritschi Vadder. Und weiter: „Die Kosten für eine Ziege einschließlich Transporte nebst Tierarztkosten mit Medikamenten, Betreuung und Projektüberwachung belaufen sich auf 80,00 Euro. Das Projekt startet sofort, wenn die Finanzierung gesichert ist. Wäre schön, wenn uns die Dorstener Bevölkerung dabei mit Spenden unterstützen könnten“, so der Vorsitzende. Alle Spenden werden zu 100% für das Hilfsprojekt eingesetzt versichert Vadder weiter. „Ist doch ein schönes Gefühl, eine 6-köpfige Familie mit einer Ziege im Wert von nur 80 Euro zu sponsern damit es diesen Menschen künftig besser geht. Das Geld für unsere gesponserten Ziegen haben wir bereits auf das Spendenkonto überwiesen“, so Vorstandsmitglied Günter Hessing. „Je mehr Spendengelder eingehen, umso früher haben wir Projektsicherheit und können grünes Licht für den Start des Hilfsprojekts geben“, so Günter Hessing und Ritschi Vadder. Mit einem leichten Grinsen fügten sie noch hinzu, dass sie die beiden Ziegen auf die Namen Netti und Petri getauft hätten Jeder Betrag
hilft, versichern die Afrika Freunde.

Spendenkonto:

Afrikafreunde Wulfen e.V.
Vereinte Volksbank eG. Dorsten
IBAN: DE 42 4246 1435 0868 8743 00
BIC: GENODEM1KIH

Quelle: Bludau

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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