Zusammenarbeit auf hohem Niveau
Gemeinschaftliche Feuerwehrübung auf dem Muna-Gelände in Wulfen

Am Montagabend übten die örtlichen Feuerwehren auf dem Gelände des Munitionsversorgungszentrums West in Wulfen, im Volksmund auch Muna genannt.
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  • Foto: Bludau
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Am Montagabend übten die örtlichen Feuerwehren auf dem Gelände des Munitionsversorgungszentrums West in Wulfen, im Volksmund auch Muna genannt.

„Oberstes Ziel war es die Zusammenarbeit zwischen dem militärischen und den zivilen Feuerwehreinheiten weiter zu vertiefen und die Funkkommunikation zwischen den Einheiten zu üben. Zwar ist die Zusammenarbeit aus vielen gemeinsamen Übungen und Treffen bereits sehr gut, aber trotzdem wollen wir diesen Austausch, noch weiter vorantreiben. Übung macht ja bekanntlich den Meister“, erklärte Brandinspektor Josef Bücker, der Leiter der Feuerwehr im Munitionsversorgungszentrums West in Wulfen.

Als Übungsszenario wurde ein brennender Stapler in einer Lagerhalle auf dem Gelände des Munitionsdepots angenommen. Ein Staplerfahrer hatte einen Kreislaufzusammenbruch erlitten und war unkontrolliert gegen Materialkisten, in denen Rauchkörper verpackt waren, gefahren. Diese Rauchkörper gingen los und erzeugten neben dem Brand zusätzlich viel Rauch. Neben dem Staplerfahrer galten noch drei weitere Arbeiter in der stark verrauchten Halle vermisst.

Vor dem Objekt stand ein mit Gefahrgut gekennzeichneter Lkw, der gerade beladen wurde und nun in Gefahr war, vom Brand in der Halle erfasst zu werden. Diese Ausgangssituation galt es für die Bundeswehrfeuerwehr, als auch für die Löschzüge Wulfen und Lembeck, die zur Unterstützung angefordert worden waren, zu meistern. Extra eingeladenen Beobachter vom Kreis, des Munitionsversorgungszentrums, als auch von der Führung der Feuerwehr Dorsten waren zu Gegen, um das Übungsszenario zu beurteilten.

Nachdem die ersten entscheidenden Einsatzschritte von den Muna eigenen Feuerwehrkräften abgearbeitet wurden, galt es die ehrenamtlichen Brandschützer mit ihren Einsatzfahrzeugen am Tor des Geländes im Empfang zu nehmen und in die Lage einzuweisen. Ohne Probleme wurden diese weiteren Kräfte dann in den laufenden Einsatz integriert. So galt es für die Einsatzkräfte der Bundeswehr weiterhin die bereits laufende Menschenrettung fortzuführen, als auch die ersten Löschmaßnahmen weiter zu forcieren. Die Wulfener Einsatzkräfte unterstützen umgehend bei der Brandbekämpfung und vor allem bei der Menschrettung und deren Versorgung. Währenddessen mussten die Lembecker Kameraden möglichst schnell genügend Löschwasser bereitstellen.

Dafür legten sie eine doppelte Schlauchleitung zu einer 500 Meter entfernten Wasserzisterne. Nach gut neunzig Minuten waren alle Aufgaben abgearbeitet.
Die vermissten Personen wurde aus der Halle gerettet, der Lkw vor der Halle vor dem nahen Brand geschützt und die brennende Halle abgelöscht.
Josef Bücker zeigte sich abschließend mit der Zusammenarbeit alle drei Feuerwehren und der Aufgabenbewältigung zufrieden. „Die über 45 Einsatzkräfte haben gut zusammen gearbeitet und sich gegenseitig ergänzt.
Das Szenario wurde gut abgearbeitet und die Übungsziele wurden bestens erfüllt. Auch geht ein Dank an die Verletztendarsteller vom THW Herten, die gut mitgespielt haben. Unsere regelmäßige Zusammenarbeit wird zukünftig weiter gehen“, so Josef Bücker.

Hauptmann Kai-Uwe Golubski war als Offizier vom Führungsdienst und aktueller Leiter des Munitionslagers bei der Übung dabei. Er zeigte sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der freiwilligen Feuerwehr und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den Kräften der Bundesfeuerwehr. „So einen Ernstfall hat es hier noch nie gegeben, trotzdem ist es gut zu wissen, dass wir bestens vorbereitet sind. Unsere Präventionsmaßnahmen sind sehr hoch und auf aktuellsten Stand“, sagte Hauptmann Kai-Uwe Golubski auf Nachfrage.

Abschließend wurde die Übung in gemütlicher Runde noch einmal ausgiebig besprochen noch ein wenig zusammengesessen. Dabei fehlte auch nicht ein kleiner Snack vom Grill als anschließende Stärkung.

Text und Fotos: Bludau

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