Kampf gegen Raser und Rennen

Die Raserszene stoppt die Polizei mit umfangreichen Kontrollen gemeinsam mit dem Ordnungsdienst und Staatsanwaltschaft.
  • Die Raserszene stoppt die Polizei mit umfangreichen Kontrollen gemeinsam mit dem Ordnungsdienst und Staatsanwaltschaft.
  • Foto: Daniel Magalski
  • hochgeladen von Antje Geiß

Neun Schwerverletzte, darunter eine junge Frau, die vielleicht querschnittgelähmt sein wird, sind die dramatische Bilanz der Polizei von 13 mutmaßlichen Autorennen, die 2018 mit Unfällen endeten. 60 Führerscheine und 44 Fahrzeuge stellte die Polizei in insgesamt 63 solchen Fällen im vergangenen Jahr sicher.
Im Kampf gegen illegale Rennen stoppten Polizisten jeden Monat bei Großkontrollen und 85 Schwerpunktkontrollen Raser. Beginn der übergreifenden Kontrollen war der 30. März, der sogenannte "Carfreitag", der Angehörige der Raserszene, aber auch der Tuningszene, den Saisonstart darstellt. Neben den Rennen, die nun Verfahren nach sich ziehen, stellten die Beamten der Direktion 986 unzulässige technische Veränderungen an Fahrzeugen fest.

800 Fahrer in einer Woche geblitzt

Dazu wurden 2384 Geschwindigkeitsverstöße, sowie 606 sonstige Verstöße registriert. "Mit unseren gemeinsamen Kontrollen schärfen wir das Bewusstsein der Fahrer, sensibilisieren für die teils drastischen Folgen der Raserei und verhindern im besten Fall folgenschwere Unfälle. Es gilt in den Köpfen von notorischen Rasern nachhaltig eine Verhaltensänderung zu verankern", sagt der leitende Polizeidirektor und Leiter der Direktion Verkehr, Ralf Ziegler.

Führerscheinentzug und Geldstrafe

"Mir ist wichtig Zeugen dazu aufzurufen sich bei der Polizei zu melden, wenn sie illegale Rennen beobachtet haben. Die Aussagen von unabhängigen Zeugen stützen die Ermittlung unserer Kollegen sehr", fügt Ziegler hinzu.
Jana Sosnovskaja, von der Staatsanwaltschaft berichtet zu noch laufenden Verfahren vom noch recht jungen §315d StGb und den Herausforderungen der Beweiserhebung. So gab es schon Verurteilungen mit Führerscheinentzug und nicht unerheblichen Geldstrafen.

Weitere Blitzer am Wall geplant

Die Stadt hat seit Anfang des Jahres eine Geschwindigkeitsmessanlage am Ostwall installiert. Dieser Blitzer nahm in nur einer Woche 800 Geschwindigkeitsverstöße beweissicher auf. Ordnungsdezernent Norbert Dahmen kündigte in Kürze zwei weitere stationäre Blitzer auf dem Wall an. Gleichzeitig informierte er darüber, dass der Ordnungsdienst freitags und samstags ab 20 Uhr am Ost- und Schwanenwall, auf Phoenix-West und Im Spähenfelde die Raser- und Tunigszene kontrolliere.

Ziel: Raserszene auflösen 

Gleichzeitig unterstützt die Verkehrsüberwachung mit mobilen Blitzern. Norbert Dahmen:" Dies sind weitere Bausteine, um die Raserszene nachhaltig aufzulösen. Das ist ein Plus für mehr Sicherheit für uns alle, für das wir als Stadt gemeinsam mit Polizei und Staatsanwaltschaft weiterhin intensiv zusammenarbeiten werden."
Auch die baulichen Maßnahmen im Bereich Phönix West, sowie in der sogenannten "Boxengasse" am Ostwall, sorgen mittlerweile ebenfalls zu einer Entschärfung des Phänomens im Stadtgebiet.
Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl unterstrich beim Kampf gegen Autorennen am Wall und Raser auch den runden Tisch. Hier werden auch Eingaben von Dortmundern besprochen und zum Teil auch auf kurzem Weg umgesetzt.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen