Mehrheit feierte friedlich den Jahreswechsel
Mit Schreckschusspistolen geschossen

Nur wenige hielten sich in Dortmund Silvester laut Polizei und Ordnungsamt beim Abfeuern von Pyrotechnik nicht an die Regeln. Polizei und Stadtverwaltung sind sich einig, dass die große Mehrheit den Wechsel in das neue Jahrzehnt friedlich feierte.
Polizei und Ordnungsamt gingen konsequent gegen Betrunkene vor und konnten in vielen Fällen durch Gespräche dafür sorgen, dass Besitzer von Pyrotechnik umsichtig mit Böllern und Raketen umgingen.Zwischen Mitternacht und 5 Uhr früh bewältigte die Dortmunder Polizei mehr als 400 Einsätze, darunter auch Ruhestörungen, Verkehrsunfälle und Körperverletzungen.

Gefahr für andere

Polizeipräsident Gregor Lange sagte am Neujahrs-Tag: "Es hat sich ausgezahlt, dass Polizei und Ordnungsamt gemeinsam im Einsatz waren. Bei Hinweisen auf Straftaten konnten wir nicht nur schnell einschreiten, sondern durch gezielte Kommunikation mit vielen Bürgerinnen und Bürgern auch dafür sorgen, dass riskante Situationen durch unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik erst gar nicht entstanden sind. Auffällig ist aber, dass es Personen gibt, die allen Warnungen zum Trotz sehr fahrlässig mit Pyrotechnik umgehen und andere Menschen dadurch in Gefahr bringen."
In drei Fällen ging die Polizei gegen Männer mit Schreckschusspistolen vor:

Aus Auto geschossen

In der Silvesternacht gab ein Golf-Fahrer um 23 Uhr aus seinem Pkw heraus Schüsse ab. Polizisten konnten den Wagen an der Borsigstraße stoppen und die Waffe sicherstellen. In der Neujahrs-Nacht wählten Anwohner wegen massiven Böllerwürfen in der Münsterstraße gegen 1.10 Uhr den Notruf. Als ein Streifenteam an dem Mehrfamilienhaus eintraf, ging ein Mann mit einer Waffe in der Hand auf die Polizisten zu. Mit gezogener Dienstwaffe forderten sie den Mann auf, sich hinzulegen. Der 29-Jährige hatte eine Schreckschusswaffe bei sich.

Auf Polizisten gefeuert

Der dritte Fall ereignete sich um 2.20 Uhr bei einer Unfallaufnahme an der Ecke Am Grotenkamp/Kruckeler Straße. Aus 40 bis 50 Metern Entfernung feuerte ein Mann mehrere Schüsse auf die Polizisten ab. Sie konnten den 28-Jährigen nach kurzer Flucht überwältigen. Auch er war im Besitz einer Schreckschusswaffe und war sich vermutlich nicht bewusst, wie gefährlich sein Verhalten war. Denn die Polizisten können nicht sofort erkennen, dass es sich um eine Schreckschusswaffe handelt, mit der sie attackiert werden. In allen drei Fällen dem umsichtigen Verhalten der Beamten zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Jetzt ermittelt die Polizei wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Festgenommen wurde am Silvesterabend am Hauptbahnhof ein aus Afghanistan stammender Mann der zwei Frauen unsittlich berührt hatte.

Raketen in Verbotszone gezündet

Polizei und Ordnungsamt wiesen in über 450 Fällen Personen auf die Gefahren im Umgang mit Pyrotechnik hin und forderten sie auf, damit keine Risiken einzugehen und die drei Verbotszonen in der City zu verlassen.Die große Mehrheit reagierte kooperativ. Doch nicht alle Besitzer von Feuerwerkskörpern hielten sich an die Spielregeln und zündeten im Bereich der Petrikirche teilweise massiv Raketen oder Böller in der Verbotszone. Zwei Polizisten wurden dabei leicht verletzt, die Tatverdächtigen wurden angezeigt.
Weiterhin hatte es die Polizei mit alkoholbedingten körperlichen Auseiandersetzungen zu tun, die in Strafanzeigen mündeten.
Ab Mitternacht wurden bis in die Morgenstunden zehn Personen zur Vermeidung weiterer Straftaten ins Polizeigewahrsam eingeliefert.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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