Für Aktion im Januar 2020 laufen jetzt schon die Vorbereitungen
Stadt plant Evakuierung im Klinikviertel

An der Beurhausstraße in der Nähe des Klinikums sind zwei verdächtige Stelle gefunden worden, an denen Experten des Kampfmittelräumdienstes  Bombenblindgänger vermuten.
  • An der Beurhausstraße in der Nähe des Klinikums sind zwei verdächtige Stelle gefunden worden, an denen Experten des Kampfmittelräumdienstes Bombenblindgänger vermuten.
  • hochgeladen von Antje Geiß

Schon jetzt finden Vorbereitungen für zwei geplante Baumaßnahmen im Klinikviertel statt. Dabei wurden zwei „Blindgängerverdachtspunkte“ im Bereich der Beurhausstraße und der Luisenstraße festgestellt. Diese ergaben sich bei der Auswertung von alliierten Kriegsluftbildern des zweiten Weltkriegs durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung.
Denn Dortmund ist voller Verdachtspunkte. Nahezu wöchentlich werden Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und unschädlich gemacht. Sollten sich die beiden Verdachtspunkte am Klinikum Mitte als tatsächliche Fundorte herausstellen, so plant die Stadt mit dem Kampfmittelräumdienst eine Entschärfung und damit auch eine Evakuierung des Viertels für das Wochenende am 11. und 12. Januar 2020.

Klinikum und Hospital betroffen

Davon betroffen wären das Quartier und die Krankenhäuser. Die Verdachtspunkte unterscheiden sich grundsätzlich nicht von anderen, sie liegen jedoch mitten in dichter Bebauung und nah beim Klinikum Dortmund. Falls es sich um Kampfmittel handeln sollte, wären sie über 70 Jahre im Boden und könnenlaut Stadt zwar nicht dauerhaft, aber noch ein paar Wochen dort verbleiben.
Ob sich der Verdacht auf Bombenblindgänger aus den Luftbildbildern bestätigt, wird aktuell näher untersucht. Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes leitet die Untersuchungen vor Ort. Erst nach Freilegung der verdächtigen Stelle könne festgestellt werden, ob es sich um eine Weltkriegsbombe, mit oder ohne Zünder oder aber möglicherweise nur Eisenrohre oder Stahlseile  handelt. Ebenso kann erst nach einer Aufgrabung festgestellt werden, um welches Bombenkaliber es sich handelt.

Radius von 250 bis 500 Metern möglich

Nur bei einer Bombe mit Zünder wird eine Entschärfung, und damit verbunden, eine Evakuierung des gefährdeten Bereichs erforderlich. Vor Beginn der Entschärfung legt der Sachkundige des Kampfmittelbeseitigungsdienstes anhand der festgestellten Größe der Bombe den Evakuierungsbereich fest. Für die gängigsten Weltkriegsbomben, (250 kg und 500 kg), betragen die Evakuierungsradien rund 250 beziehungsweise 500 Meter.

Abstimmung aller Akteure

Das Klinikum Dortmund und das Johannes Hospital bereiten sich auf die Evakuierung vor. Es haben schon erste Begehungen mit dem Kampfmittelräumdienst und der Feuerwehr stattgefunden. Ob und in welchem Umfang die Patienten am Tag der Entschärfung evakuiert werden, wird derzeit noch im Detail geplant. Das oberste Ziel ist, dass die Risiken für alle Beteiligten so gering wie möglich gehalten werden.
Alle Maßnahmen werden eng zwischen der Stadt, den Kliniken und den Dienststellen des Landes – Polizei und Bezirksregierung – und allen weiteren Akteuren abgestimmt. Die Stadt Dortmund wird alle Betroffenen weiterhin frühzeitig informieren.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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