Amok und Koma

Musik ist ihre Welt, ihr Sprachrohr in die Außenwelt. Ahmet Avci und Grigorios Korhanditis sind zwei Jugendliche aus der Nordstadt, die mit ihrer Musik ihre Kreativität ausleben. „Musik ist unser Leben“, sagt Ahmet Avci alias „Amok“. Grigorios alias „Koma“ nickt zustimmend und fügt hinzu: „Mit der Musik können wir unser Alltagsleben, unsere Botschaft in der Nordstadt zum Ausdruck bringen. Ohne Musik würde ich seelisch verhungern.“
Auf die Frage, wie sie auf die ungewöhnlichen Namen kommen, antworten beide, dass der Einfall spontan kam und es immer gut ist, bei der schnellen Namensfindung zu bleiben. „Wer genauer hinhört, merkt, unsere Namen ergeben eine Wortreihe, die sich vor- und rückwärts lesen lässt - ein Palindrom eben“, erläutert Grigorios. „Genau, zudem wird dadurch unsere Brüderlichkeit sichtbar und hörbar“, sagt Ahmet.
Beide arbeiten seit einem Jahr im Treffpunkt Stollenpark zusammen und haben schon zehn Songs selbst produziert und auf Youtube veröffentlicht. Sie nennen sich „BullsRecords“. Die Resonanz darauf ist gut. Ahmet hat mit 14 Jahren als DJ begonnen, mit 16 fing er an, Beats zu mischen und seit einem Jahr rappt er. Über den Rap hat er Grigorios kennen gelernt. Er ist seit sieben Jahren als Rapper unterwegs und seit fünf Jahren auch als Freestyler, eine Bezeichnung für die freie Improvisation.
Sie sind in der Nordstadt aufgewachsen, kennen die Sorgen, Hoffnungen und Wünsche der Jugendlichen und diese sind ihre Zielgruppen. „Unsere Texte sind provokant, wir haben viele Kraftausdrücke in unserem Wortschatz“, erklärt Grigorios. „Nur so erhalten wir oftmals bei den Jugendlichen die Aufmerksamkeit, die wir benötigen“, so Ahmet. Das Leben in der Nordstadt hat für beide Vor- und Nachteile. Ihre Texte greifen die Probleme aus der Sicht der Jugendlichen auf. Es geht ums Erwachsenwerden, um Anerkennung und Liebe, die nicht sofort ersichtlich werden, weil diese Themen in den vielen Kraftausdrücken scheinbar untergehen.
Mehrere Auftritte hatten die beiden schon, mit der Zeit steigt das Selbstbewusstsein auf der Bühne und sie werden immer sicherer. Nun arbeiten beide an einem ironischen Rapsong über das Alltagsleben in der Nordstadt. Er soll politisch werden. Sie sitzen auf der Parkbank vor dem Treffpunkt Stollenpark, machen sich Gedanken über die Worte, über den Beat und fragen Jugendliche wie Mitarbeiter des Treffs. Alles muss gut abgestimmt werden, muss die Herzen der Jugendlichen mit Rhythmen und Reimen erobern.

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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