Der beste Kasper Deutschlands

Feuer im Haus ist teuer, geh raus!
  • Feuer im Haus ist teuer, geh raus!
  • Foto: Boris Breuer, HPR Künstler & Medien GmbH Schanzenstraße 30 D-51063 Köln
  • hochgeladen von Stephan Schumann

Johann König begeisterte am Freitag Abend (27.02.2015) in der Westfalenhalle

Dieser Abend war genau das Richtige für jeden, der den poetischen Pyromanen aus Köln schon mal im Wohnzimmer haben wollte. „Herzlichen Glückwunsch Dortmund!“ gratulierte der sympathische Cordhosenträger zu Beginn der Show angesichts der „wunderschönen, von oben bis unten durchgekachelten Klappstuhlarena“, die man nicht hätte besser beschreiben können. Sie zählt nun wirklich nicht zu den Schönheiten, die Westfalenhalle 3A. Was der Akustik einen sehr ungewohnten Eindruck verlieh, waren die an Wänden und Decke angebrachten Schallschluckelemente. Obwohl man mit 2000 anderen Besuchern in einer riesigen Halle sitzt, klingt es akustisch wie im eigenen Wohnzimmer.
Der optische Eindruck war folgendermaßen: „Ihr seht mich hier auf der Bühne ganz gut, ich sehe euch überhaupt nicht. Das ist auch ganz gut!“ Die Bühnenausstattung fiel dieses Mal um einiges schlichter aus, als bei den Vorgänger-Programmen, was Johann König aber, man sollte es kaum glauben, durch seine Präsenz wett machte. Kein schüchternes Gestammel mehr, keine minutenlangen Pausen. Er überzeugte diesmal mit schnellem Wortwitz und Pointenfeuer im Sekundentakt. Kaum ein Satz, bei dem die Zuschauer nicht mit unerwarteten Wendungen und versteckten Mehrdeutigkeiten überrascht und vom Dauergelächter mitgerissen wurden. Für diejenigen, die eine Pointe nicht mitbekommen hatten, erklärte der Künstler sie dann höchstpersönlich noch einmal in seiner unnachahmlichen Weise. Die Redegeschwindigkeit der einst depressiven Stimmungskanone war geradezu normal. Für das, was wir Alltags-Eumel „normal“ nennen.
Wieder einmal erfuhr der Zuhörer eine Menge über Herrn Königs wahnsinnigen Alltag, seinen Sohn Hein Mück, seine Katze Hekto-Pascal und als neuestes Mitglied der Familie, seine Tochter mit dem norwegisch anmutenden Namen „Lass Das“. Wer schon immer mal die bekannten TKKG-Hörspiele systematisch analysiert bekommen wollte, wurde hier bestens bedient.

Johann König ist ganz klar einer der Besten, die wir in Deutschland haben. Und die Ideen gehen ihm nicht aus. Das neue Programm, für das es noch keinen Namen gibt, ist bereits fertig und startet im Oktober 2015. Ein Termin in unserer Nähe: 27. November 2015 im Schauspielhaus Bochum.

Autor:

Stephan Schumann aus Dortmund-City

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