Sterbeanzeigen-Projekt beim Roland zu Dortmund
Dortmunder Ahnenforscher erhalten Erinnerungen an Verstorbene

Projektgruppenmitglied Margret Rohloff holt einen Stapel alte Sterbeanzeigen aus einer Kiste.
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  • Projektgruppenmitglied Margret Rohloff holt einen Stapel alte Sterbeanzeigen aus einer Kiste.
  • Foto: Roland zu Dortmund e. V.
  • hochgeladen von Georg Palmüller

Letzten Freitagvormittag: eine Gruppe von Frauen und Männern sitzt in einem Gebäude in der Dortmunder Küpferstraße um einen großen Tisch. Mit Scheren schneiden sie etwas aus alten Tageszeitungen aus und sortieren die Ausschnitte in viele verschiedene kleine Körbchen. Die Projektgruppe "Sterbeanzeigen" der Genealogisch-heraldischen Arbeitsgemeinschaft Roland zu Dortmund ist an der Arbeit.

"Wir sorgen mit unserem Projekt dafür, dass die Erinnerungen an längst verstorbene Dortmunder für die nächsten Generationen erhalten bleiben!", erklärt die Vereinsvorsitzende Angela Sigges.

Der Verein hat eine Schenkung von neun großen Umzugskisten erhalten, in denen sich zehntausende von Sterbeanzeigen aus alten Ausgaben verschiedener Tageszeitungen aus Dortmund und Umgebung befinden.

Die Projektleiterin Nancy Myers erklärt, wie die Arbeit der Gruppe aussieht:

"Zunächst sortieren wir die Sterbeanzeigen und geben sie an Mitglieder der Projektgruppe, die dann die Namen und die Daten der Toten in Tabellen eingeben. Diese Tabellen werden dann zum gemeinnützigen Verein für Computergenealogie gesandt, der die Daten in einer Sterbeanzeigen-Datenbank über das Internet kostenlos zugänglich macht."

Wie der Roland zu Dortmund versichert, werden die Namen der in den Sterbeanzeigen aufgeführten Hinterbliebenen aus Datenschutzgründen nicht erfasst und auch die Sterbeanzeigen selbst werden nicht veröffentlicht.

"Auf diese Weise bewahren wir die Erinnerungen an die Verstorbenen für die nachfolgenden Generationen und erleichtern deren Nachkommen die Suche nach ihren Vorfahren!", ergänzt Angela Sigges.

Angesichts der Berge von Sterbeanzeigen ein Mammutprojekt, an dem der Dortmunder Ahnenforscherverein arbeitet. Eine Arbeit, die sich dann gelohnt hat, wenn zukünftige Ahnenforscher ihre Ahnen mit großer Freude in der Online-Sterbeanzeigen-Datenbank entdecken werden.

Die Sterbeanzeigen-Datenbank findet man im Internet unter: http://familienanzeigen.genealogy.net/

Informationen über die Genealogisch-heraldische Arbeitsgemeinschaft Roland zu Dortmund: https://www.roland-zu-dortmund.de

Autor:

Georg Palmüller aus Kamen

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