Hoesch-Museum
Geschichten vom Stahl

Walter Gockel erklärt den Medientisch im Hoesch-Museum. Hier gibt es Infos zu allen Dortmunder Stahlstandorten.
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  • Walter Gockel erklärt den Medientisch im Hoesch-Museum. Hier gibt es Infos zu allen Dortmunder Stahlstandorten.
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Die Firma Hoesch lässt ihn irgendwie nicht los: Walter Gockel war in seinem Berufsleben für die Bauinstandhaltung in allen Werksteilen von Hoesch und später ThyssenKrupp zuständig, war viel in Bochum, Duisburg und auch in Dortmund unterwegs. Kurz vor seiner Pensionierung stellte er sich wie so viele andere auch die Frage, was er in der dann reichlich vorhandenen Freizeit tun sollte.

Bei einer Veranstaltung in der Schwerter Rohrmeisterei wurde das Thema Ehrenamt vorgestellt, und Gockel hatte sein Arbeitsfeld gefunden. Als Ehrenamtlicher im Hoesch-Museum ist er nicht nur für die Besucherbetreuung im Museum selbst zuständig. Er beantwortet Fragen und macht kleine Führungen: „Ich war vorher noch nie in dem Museum gewesen, aber ich wollte mein eigenes Wissen über die Stahlproduktion weiter vermitteln“, erzählt er.

Darüber hinaus macht Walter Gockel seit fast fünf Jahren Radtouren an die Schauplätze der Stahlherstellung in Dortmund. Immer von April bis Oktober schwingt er sich aufs Rad. Mehr als 40 Radtouren mit rund 400 Teilnehmern sind so schon zusammen gekommen. „Mehrere Standorte sind in Dortmund interessant, entlang der Gleistrasse, der Phoenix-See natürlich, die Trasse der Rheinischen Eisenbahn. Danach geht es zurück in den Norden der Stadt. Es macht mir einfach Spaß, den Leuten das zu zeigen.“

Zwei weitere Ehrenamtler sind speziell für die Radtouren zuständig. Gockel ist auch oft im Hoesch-Museum und hilft dort den Besuchern weiter: An einem Medientisch kann man sich auf Monitoren alte Filme über die verschiedenen Stahlstandorte ansehen. Walter Gockel kann aber auch vieles über den Schwerpunkt Westfalenhütte und natürlich über die Firmengeschichte von Hoesch erzählen. Nicht nur über die harte Arbeit der Stahlkocher, sondern auch darüber, wie sie gelebt haben, was sie in ihrer Freizeit gemacht haben.

Im Museum an der Eberhardstraße 12 sind Ausstellungsstücke aus 160 Jahren Stahlgeschichte zu sehen. In einem virtuellen Stahlwerk kann man sich per Joystick und 3D-Brille mitten in die Stahlproduktion versetzen und sogar selbst einen Kran steuern.

Die nächste geführte Radtour begibt sich auf die Spuren von Eisen und Stahl. Sie startet am 28. April um 11 Uhr am Hoesch-Museum und geht zuerst exklusiv über das Gelände der ehemaligen Westfalenhütte, heute ThyssenKrupp. Danach führt die Tour zum Phoenix-See und über das Phoenix-West-Gelände zurück zum Hoesch-Museum. Dort gibt es zum Abschluss eine Kurzführung durch die Dauerausstellung.

Die Radler fahren teils entlang der ehemaligen Gleistrasse der Stahl- und Eisentransporte und über die Wege der ehemaligen Elias-Bahn. Die Strecke ist etwa 27 km lang. Die Fahrt dauert einschließlich einer Pause am See drei bis vier Stunden. Die Tour unter der fachkundigen Leitung von Walter Gockel und Burkhard Brieskorn kostet 5 Euro pro Teilnehmer. Anmeldung im Museum unter Tel. 8445856.

Die Teilnehmer benötigen verkehrstaugliche Fahrräder, müssen sich sicher im Straßenverkehr und in der City bewegen können und sollten Fahrradhelme tragen. Die nächste geführte Radtour ist am 26. Mai, ebenfalls um 11 Uhr.

Eine öffentliche Führung durch das Hoesch-Museum gibt es ebenfalls am 28. April um 14 Uhr.

Öffnungszeiten des Hoesch-Museums:
Dienstag, Mittwoch 13 - 17Uhr
Donnerstag 9 - 17 Uhr
Sonntag 10 - 17 Uhr
Der Eintritt ist frei

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