Fußballmuseum
Grüne fordern mehr Transparenz und Nachverhandlung der Verträge mit dem DFB

Die grüne Ratsfraktion fordert, dass endlich mehr Licht ins Dunkel der Finanzen des deutschen Fußballmuseums gebracht wird. Am Museum ist die Stadt Dortmund mit 50 Prozent beteiligt. Die Fraktionssprecher Ulrich Langhorst und Ingrid Reuter äüßern sich besorgt zu den drohenden roten Zahlen: „Die Geschichte des Fußballmuseums ist von Beginn an eine Geschichte der offenen Fragen. Wir haben immer wieder transparente Antworten auf diese Fragen gefordert – meistens vergeblich. Dringlich ist aus unserer Sicht nun, dass die längt überfälligen Gespräche mit dem DFB geführt und die Verträge so angepasst werden, dass die Stadt mit ihrer 50-prozentigen Beteiligung die finanziellen Belastungen des gemeinsamen Projekts nicht allein trägt.

Die Errichtung des Fußballmuseums war seinerzeit eine gute Idee für Dortmund, um die Attraktivität der Stadt zu steigern. Doch in den Verträgen mit dem DFB gab es von Beginn an einige sehr umstrittene Klauseln. Allen voran die Regelung zur Verlustübernahme. Danach gehen alle Verluste des Museums über 500.000 Euro hinaus allein zu Lasten der Stadt. Und genau damit ist offenbar jetzt zu rechnen. Die Stadt hat sich schon auf die daraus entstehenden Belastungen für den städtischen Haushalt vorbereitet und insgesamt rund 600.000 Euro für die nächsten zwei Jahre in den Haushalt eingestellt."

Die Grünen haben in den vergangenen Jahren immer wieder auf die schwierigen Vertragsbedingungen hingewiesen und neben einer regelmäßigen Berichtserstattung über die finanzielle Situation des Museums auch Gespräche mit dem DFB zur Veränderung der Verträge eingefordert. Der zum September versprochene Bericht über die wirtschaftliche Entwicklung des Fußballmuseums wurde im letzten Finanzausschuss aber erneut verschoben. Auch die Gespräche mit dem DFB zur Nachverhandlung der umstrittenen Punkte im Konsortialvertrag haben offenbar bisher zu keinem Ergebnis geführt.

"Beim Thema Fußballmuseum fehlt es weiterhin an Transparenz", so Reuter und Langhorst witer. "Wir wissen nicht, ob die Sponsorengelder, welche die Stadt einwerben muss, über das 2019 hinaus gesichert sind. Möglicherweise droht hier im nächsten Jahr eine weitere Belastung. Was passiert mit eingeworbenen Geldern, die über die vertraglich festgelegte Summe von 350.000 Euro hinausgehen? Waren die Risiken der jetzt für den Verlust ursächlichen Abschreibungen nicht bekannt? Aus den Überschüssen der letzten Jahre hat das Fußballmuseum keine Rücklagen gebildet. Und seit wann waren die roten Zahlen des Museums bekannt? Wir gehen davon aus, dass die für den nächsten Finanzausschuss angekündigte Berichterstattung auch Antworten auf diese Fragen gibt.“

Autor:

Hans-Georg Schwinn aus Dortmund-City

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