Viel Applaus für "Everythin belongs to the future" im Studio des Schauspiels
Junges Zukunftstheater fragt nach Gerechtigkeit

Viel Beifall belohnte die vier jungen Schauspielstudenten aus Graz für die Aufführung eines Science Fiction-Stückes im Schauspielstudio am Dortmunder Theater. „Everything belongs to the future“ aus der Feder der jungen englischen Feministin Laurie Penny ist ein politisch aktivistischer Rundumschlag in Sachen Gender, Sexismus, Gerechtigkeit, Kapitalismus, Hautfarbe, Moral und Terrorismus. Hautnah erleben die Zuschauer im Studio in der Inszenierung von Laura M. Junghanns die spannende Story, wie es einem Pharmaunternehmen gelingt, den Tod auszutricksen.
Eine Pille verspricht denen, die sie bezahlen können, ewige Jugend auf Kosten der Ärmeren. Mit Rückblenden und eingespielten Videos von Tobias Hoeft auf durchscheinenden Fenstern verkörpern Nina, die Aktivistin (Bérénice Brause), ihr Freund und Verräter Alex (Mario Lopatta), Parker, Geschäftsführer des Pharma-konzerns ( Kevin Wilke) und Wissenschaftler Dave (Frieder Langenberger) die Standpunkte rund um die gerechte Verteilung der Ressource Lebenszeit.
Denn aus der Erfindung der einen Pille, die Alterskrankheiten aufhalten soll, wird das Machtmittel einer kapitalistischen Diktatur.
Doch wie geht man gerecht gegen Ungerechtigkeit vor? Heiligt der Zweck die Mittel? Und was ist, wenn das Allheilmittel oder sein Gegenteil in falsche Hände gerät?
In dieser Zukunftsvision von 2098 geht es um nicht weniger, als die Verantwortung der Wissenschaft, einen Pakt mit dem Teufel, den Kampf um eine bessere Welt, und die, die sich dabei selbst schuldig machen, politische Moral, soziale Gerechtigkeit und Terrorismus und seine Legimitation.
Das ist sehr viel für einen Theaterabend. Karten sichern sollten sich Theaterfans für eine der nächsten Aufführungen am 17. November oder 25. November um 20 Uhr.

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