Von Hamburgern und Orangen

Die „Zukunftsmaschine“ von Punky Bahr bringt Dinge in Bewegung.

Das Suaheli-Wort „Nijambo“ steht für die Fähigkeit, Herausforderungen anzunehmen und Probleme zu lösen.

Die Leiterin des Kindermuseums Mondo mio!, Elisabeth Limmer erläutert: „Etwa 20 Prozent der Weltbevölkerung verbrauchen 80 Prozent der Ressourcen und das in einem Ausmaß, als hätten sie statt einer gleich drei Erden zur Verfügung. Das geht uns alle an. Wir wollen zeigen, dass jeder ganz leicht dazu beitragen kann, weniger auf Kosten von anderen Menschen zu leben.“

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Kinder aus anderen Ländern der Welt, wie Brasilien, Indien und Südafrika, die aus ihrem Leben erzählen. „Heutzutage können wir jederzeit Produkte aus der ganzen Welt kaufen, doch nicht immer ist uns bewusst, wie diese mit dem Leben und Schicksal von Menschen in anderen Ländern verbunden sind“, so Limmer.

Anhand von alltäglichen Dingen, wie T-Shirts, Schokolade, Hamburger und Orangen werden solche globalen Zusammenhänge auf kindgerechte Weise dargestellt. Man erfährt, was Siboniwe in Südafrika, die Jahr für Jahr einen längeren Weg zum Brunnen zurücklegen muss, mit den Orangen im Supermarkt zu tun hat und warum Miguel aus Brasilien mit seiner Familie wegen der bei uns heißbegehrten Hamburger umziehen muss. Dabei gibt die Ausstellung auch Anregungen, wie man selbst zum Erhalt einer lebenswerten Welt beitragen kann.

Eigens für die Ausstellung entstanden mehrere interaktive Kunstwerke: Auf der „Arche Noah“ von Adela Salm-Salm kann man live über Webcams die Wunder der Natur beobachten. Die Arbeit von Milica Reinhart zeigt, wie sich der Umgang mit Energie in ihrer eigenen Familie über vier Generationen von der Urgroßmutter bis zur Urenkelin verändert hat. Die „Energiewand“ hat Marjan Verkerk zusammen mit Schülern entwickelt, sie lädt kleine und große Besucher ein, ihre Ideen für die Zukunft zu diskutieren.

Die „Zukunftsmaschine“ von Punky Bahr bringt Dinge in Bewegung und zeigt, dass kleine Ursachen große Wirkungen haben können. Ein „ausgezeichnetes“ Beispiel von „Energie für die Zukunft“ ist das Projekt „Helplights“ der Europaschule Wambel, das in der Ausstellung vorgestellt wird: Dortmunder Schüler entwickelten solarbetriebene Lampen, die mittlerweile in Sambia in Dörfern, die nicht an das Stromnetz angeschlossen sind, zum Einsatz kommen.

Noch bis zum 31. Oktober ist die Ausstellung bei Mondo mio! zu sehen. Die Ausstellung richtet sich an Familien mit Kindern ab sechs Jahren und kann dienstags bis freitags von 13.30 bis 17 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr besucht werden. An Vormittagen werden Termine für Schulklassen und Gruppen angeboten.

Der Museumsbesuch ist im Eintritt für den Westfalenpark enthalten. Er beträgt in der Wintersaison 1,50 Euro und ab dem 1. März 3 Euro. Der Einritt für Kinder unter sechs Jahren ist frei. Pädagogische Programme kosten 2,50 Euro pro Kind.

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