Intermodellbau startete in den Westfalenhallen

Auch ein Feuer können die ferngesteuerten Fahrzeuge auf der Roadworker Arena auf der Modellbaumesse löschen.
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  • Auch ein Feuer können die ferngesteuerten Fahrzeuge auf der Roadworker Arena auf der Modellbaumesse löschen.
  • Foto: Anja Cord/ Westfalenhallen
  • hochgeladen von Antje Geiß

Gestern begann die Intermodellbau in den Dortmunder Westfalenhallen. Die weltgrößte Messe für Modellbau und -sport wird bis Sonntag (19.) an drei Messetagen begleitet durch das Forum für aktive Modellflieger, die experTEC. 574 Aussteller lassen die Herzen der Modellbauer höher schlagen.

Für die Besucher gibt es mehr denn je zu sehen: „Wir haben unsere Programmpunkte sowohl für Neulinge wie auch für erfahrene Modellbauer gezielt weiter ausgebaut“, berichtet Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH.So sind jetzt die Aktionsflächen Modellbahn Interaktiv in Halle 4 und das Expertenforum Modellbahn in Halle 7neu eingerichtet. Die erste wendet sich an Einsteiger und Wiedereinsteiger sowie Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen. Hier können sie die ersten handwerklichen Schritte im Eisenbahnmodellbau tun oder
sich an der Zugsteuerung versuchen. Aussteller, die diese Aktion unterstützen, sind Busch, Donau Elektronik, Faller, Heki Kittler, Herpa, Lenz, Märklin, Modelleisenbahn München, Noch und Viessmann. Das Expertenforum Modellbahn versorgt
erfahrene Modellbahner durch Vorträge mit Fachwissen. Außerdem sind auf der Messe in diesem Jahr 35 faszinierende Modellbahnanlagen von Clubs, Vereinen und privaten Modellbauern zu bewundern.

Neu: Roadwork Area

Ebenfalls neu ist die „Roadworker Arena“. Auf der 12 x 11 Meter großen „Roadworker Aktionsfläche“ in Halle 6 werden LKW-, Baumaschinen- und Funktionsmodelle in den Maßstäben 1:16 in beeindruckenden Shows vorgeführt. Unter anderem muss ein Feuer von einem Bagger und einer Raupe gelöscht werden. LKW wühlen sich durch eine tiefe Sand- und Matschstrecke oder erklimmen eine extreme Steigung bis auf eine Höhe von vier Metern.

Workshops für Plastikmodellbau

In Halle 8 ist zudem das Angebot an Workshops im Bereich Plastikmodellbau erweitert worden. Besucher können dort ihre Fähigkeiten zum Beispiel bei einem Figurenmalkurs, beim Modellbäume Gestalten, beim Finish und der künstlichen Alterung von Fahrzeugen sowie beim Lackieren von Klarsichtteilen ausprobieren.
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger feiert 2015 ihr 150jähriges Bestehen. Das Jubiläum spielt auch auf der Intermodellbau eine Rolle. Unter anderem, weil die DGzRS zum runden Geburtstag viele eigene Modelle mitbringt. Auf einer gut 250 qm großen Sonderfläche in Halle 5 dreht sich alles um die Seenotretter.

Imposante Stars der Lüfte

Die Flug-Show unter freiem Himmel im benachbarten Stadion Rote Erde läuft am Freitag, 17. April von 10 bis 16 Uhr und Sonntag, 19. April, von 10 bis 15 Uhr. Martin Münster, Deutschlands jüngster Showpilot, hat seine Zusage sowohl für die Outdoor-Flugschau im Stadion als auch für das Indoor-Fliegen in der Halle 3B gegeben. An allen fünf Tagen der Messe wird der erst 9-Jährige spektakuläre Flugeinlagen sorgen.

Sonderschau Airlines

Darüber hinaus dürften sich die Freunde des Flugmodellsports über die Sonderausstellung „Airlines und mehrmotorige Modelle“ in der Halle 3B freuen. Zu sehen ist hier unter anderem ein Modell der Boeing 747-400 mit einer Länge von 5,43 Metern, einer Höhe von 1,48 Metern und einer Spannweite von 4,95 Metern. Das Großmodell im Maßstab 1:13 wiegt 68 Kilogramm.

Imposante Spannweite

Auf der experTEC glänzen auf dem Stand der Interessengemeinschaft Großsegler zahlreiche Modelle mit einer imposanten Spannweite von bis zu 11 Metern. Die IGG
Deutschland ist zum ersten Mal mit einer eigenen, 25 x 5 Meter großen Ausstellungsfläche vertreten. Das experTEC-Forum lockt die Freunde des Modellflugs mit Fachthemen wie FPV-Fliegen für Einsteiger (First Person View),
Großsegeln und Flugzeugschlepp, autonomes Fliegen mit dem Multikopter oder neueste Techniken der Oberflächenveredelung.

Selbst Maulwurfplage funktioniert

An den Ständen der Aussteller gibt es die gesamte Bandbreite des Modellbaus zu sehen und zu kaufen. Wie weit das Spektrum reicht, zeigen einige Beispiele. Zu sehen ist auf der Messe etwa eine den H0-Garten auf der Modellbahnanlage. Frech schauen drei winzige Maulwürfe abwechselnd aus ihren Maulwurfshügeln heraus. Ermöglicht wird dies durch einen eigenen elektrischen Antrieb. Zu den technisch anspruchsvollsten Exponaten auf der Messe gehören sicherlich neue Flugmodelle aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Holz bzw. neue Elektro- und Verbrenner-, Segelflug- und Quadrokopter- Modelle für den anspruchsvollen Flugmodellsport.

Neu: Einsatz von 3D-Druckern

Zu den großen Neuerungen, die den Modellbaubereich gerade erobern, gehört der Einsatz von 3D-Druckern. Der 3D-Drucker erstellt Gegenstände aus flüssigem Kunstharz. Um ihn anzusteuern, reicht ein handelsüblicher PC oder ein Notebook aus. Das ist heute schon für jedermann möglich – wie einige Aussteller auf der
Intermodellbau zeigen. Im Vorjahr kamen 88.000 Besucher zur Messe.
Tickets: 12 / 14 Euro, Tagesticket Kinder – 5 / 6 Euro, Nachmittagsticket (ab 14 Uhr) 7 / 7 Euro, Familienticket – 24,50 / 28 Euro.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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