Natur
Von der Kuhschelle und dem Gänseblümchen

Als eines der ersten Heilkräuter im Jahr steht die Küchenschelle - auch Kuhschelle genannt - im Dortmunder
Heilpflanzengarten in Kirchderne bereits in strahlend lila-gelber Blüte. Achtung! Die selten gewordene
und deshalb geschützte Blume ist giftig, doch niedrig dosiert oder homöopathisch angewendet
wird die Heilpflanze gegen diverse körperliche Beschwerden eingesetzt.
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  • Als eines der ersten Heilkräuter im Jahr steht die Küchenschelle - auch Kuhschelle genannt - im Dortmunder
    Heilpflanzengarten in Kirchderne bereits in strahlend lila-gelber Blüte. Achtung! Die selten gewordene
    und deshalb geschützte Blume ist giftig, doch niedrig dosiert oder homöopathisch angewendet
    wird die Heilpflanze gegen diverse körperliche Beschwerden eingesetzt.
  • Foto: Schmitz
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Was früher Oma und Opa wussten, zum Beispiel dass Frauenmantel und Mönchspfeffer bei Frauenleiden helfen können, Gänseblümchen gegen Hautprobleme gut sind und Melisse sensible Gemüter beruhigt – das vermitteln der Heilpraktiker Peter Germann und seine Frau Gudrun Zeuge-Germann in ihrem Heilpflanzengarten in Kirchderne Fachleuten wie Ärzten, Apothekern und Heilpraktikern, aber auch interessierten Laien. Viele der Angebote sind zertifizierte Fachfortbildungen.

In ihrem rund 2000 Quadratmeter großem Garten sind auf 800 Quadratmetern die wichtigsten Heilpflanzen versammelt, und zwar geordnet in Beeten nach Anwendungsgebieten. So gibt es ein Blasen- und Nierenbeet, eines für die Nerven, eins für die Bachblüten und so weiter. Der Heilpflanzengarten ist aber nur ein Teil des Angebots. Das ganze Haus am Karrenberg 56 ist der Gesundheit und der Naturheilkunde gewidmet. Es beherbergt die Weiterbildungsstätte PhytoAro Heilpflanzenschule, die Praxis von Peter Germann und eben den Garten.

Inspiriert vom ersten Heilpflanzengarten auf deutschen Boden, den Walahfrid Strabo im Jahr 827 auf der Insel Reichenau anlegte, baut Germann seit 2006 verschiedene Pflanzen und Heilkräuter an. Die Pflanzen im Demonstrationsgarten dienen allerdings nur der Anschauung, nicht der Anwendung gegen Krankheiten. Zu jedem Gewächs hat Peter Germann eine spannende Geschichte im Gepäck, über die unendlichen Birkenwälder, die er in Sibirien gesehen hat, den von der Atombombe auf Hiroshima komplett verbrannten, aber doch überlebenden Gingko, über die Giftpflanzen, und wie sie verbotenerweise eingesetzt wurden, bis zu den Henkerskräutern, die den allzu sensiblen Henkern verabreicht wurden.

Der Garten ist liebevoll und verspielt eingerichtet, überall zwischen den Pflanzen, die jetzt das erste Grün zeigen, stehen kleine Kunstwerke und Mitbringsel von den vielen Reisen der Germanns. Einige erste Blüten sind jetzt im April zu sehen, die Kuhschelle strahlt schon in lila, der Hopfen, der bis zu 40 Zentimeter am Tag wachsen kann, treibt aus. „Rund 80 Prozent der alltäglichen Beschwerden kann man selbst behandeln“, erklärt Germann. Sein Wissen gibt er in regelmäßigen Gartenführungen weiter. Für ihr Konzept erhielt die Schule im vergangenen Jahr den Förderpreis des Netzwerkes ANME (Association for Natural Medicine in Europe e.V.)

Die nächsten Pflanzenführungen sind:

Essbare Wildpflanzen, 20. Mai um 18.30 Uhr

Gutes für das Nervensystem, am 8. Juli um 18.30

Wenns zwickt und zwackt, Heilpflanzen gegen Schmerzen, 9. September, 18 Uhr

Einen Tag der Offenen Tür gibt es am 5. Juni

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