Bei der U18-Wahl in Dortmund wählen Kinder und Jugendliche vor der Bundestagswahl mehrheitlich Rot-Grün
4041 zeigen: So wählt Dortmunds Jugend

Bei der U18-Wahl bekundeten über 4.000 Junge, noch nicht wahlberechtigte in Dortmund ihren politischen Willen., wie hier bei der Pausenhofaktion zur U18-Wahl an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule.
  • Bei der U18-Wahl bekundeten über 4.000 Junge, noch nicht wahlberechtigte in Dortmund ihren politischen Willen., wie hier bei der Pausenhofaktion zur U18-Wahl an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule.
  • Foto: JFS Rahm
  • hochgeladen von Antje Geiß

Über 4.000 unter 18-jährige, die am Sonntag, 26. September, noch nicht wählen dürfen, haben in Schulen und Jugendtreffs ihre Stimmen abgegeben. Über das Ergebnis der U-18 Wahl-Aktion informiert der Jugendring: "Junge Menschen in Dortmund wählen Grün-Rot". Die Aktion neun Tage vor der Bundestagswahl soll den politischen Willen junger Menschen zum Ausdruck bringen.

4041 junge Dortmunderinnen und Dortmunder haben in 26 Wahllokalen teilgenommen. Erstmals bei den U18-Bundestagswahlen in Dortmund liegen Bündnis90/die Grünen vorne. Mit der SPD kämen sie nach dem Willen der jungen Dortmunderinnen und Dortmunder auf eine Mehrheit der Stimmen.

Jugendverbände für Senkung des Wahlalters

Die Pandemie hat einmal mehr aufgezeigt, wie sehr junge Menschen von politischen Entscheidungen betroffen sind, ohne sie beeinflussen zu können Mit der U18-Wahl rufen die Jugendverbände zu einer Senkung des Wahlalters auf, damit junge Menschen ihre Zukunft mitbestimmen können. Gegenüber der U18-Wahl 2017 hat es deutliche Verschiebungen gegeben. Zum ersten Mal tendieren die Jugendlichen mehrheitlich zu den Grünen (24,21 %), aber auch die FDP hat auf 12,11 % zugelegt, die CDU verlor rund 11 % und sank auf 14,91 % und die SPD liegt bei 21,46%.

Mehrheit für Rot-Grün

In Mehrheitsverhältnissen gemessen würde es, wenn es nach Dortmunder Kindern und Jugendlichen ginge, im nächsten Bundestag eine Mehrheit für Rot-Grün geben. Die AfD würde an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Verlierer dieser Wahl ist zuerst die CDU, aber auch die SPD hat einige Einbußen hinzunehmen. Während der Wahlkreis I haushoch an die Grünen ging, konnte die SPD den Wahlkreis II behaupten. Der hohe Anteil „sonstiger“ Parteien (15,47%) wird von dem hohen Ergebnis der Tierschutz-Partei dominiert, die nur knapp unter 5 Prozent liegen, im Wahlkreis Dortmund II sogar darüber.

Stimmabgabe 9 Tage vor der Wahl

Bei der U18-Wahl können Kinder und Jugendliche bis zu neun Tage vor der eigentlichen Wahl ihre Stimme abgeben. Stimmberechtigt waren alle Dortmunderinnen und Dortmunder unter 18 Jahren – unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für Politik und demokratische Prozesse zu wecken.
Auf der anderen Seite hat die Wahlentscheidung bei der U18-Wahl auch eine hohe politische Symbolwirkung, so der Jugendring. Die Corona-Pandemie habe einmal mehr gezeigt, wie sehr junge Menschen von politischen Entscheidungen betroffen sind, ohne sie beeinflussen zu können. Mit der U18- Wahl werden ihre Präferenzen sichtbar.

Die Zukunft mitbestimmen

Die Ergebnisse werden von der lokalen bis zur Bundesebene von den teilnehmenden Organisationen in den politischen Diskurs eingespeist, um Politikerinnen und Politiker auf die Interessen und Anliegen einem wichtigen, politisch aber nicht repräsentierten Teil der Gesellschaft aufmerksam zu machen.
Mit der U18-Wahl schließlich rufen die Jugendverbände zu einer Senkung des Wahlalters auf, damit junge Menschen ihre Gegenwart und Zukunft mitbestimmen können. Ergebnisse und Veränderungen Gegenüber der U18-Bundestagswahl 2017 hat es deutliche Verschiebungen in der Gunst der jungen Menschen in Dortmund gegeben. 

Kinder und Jugendliche wählen anders

Zum Hintergrund der U18-Wahl informiert der Jugendring: "Natürlich unterscheiden sich die Wahlergebnisse einer U18-Wahl immer von den Wahlergebnissen der Generationen vor ihnen. Kinder und Jugendliche wählen anders und setzen bei ihrer Stimmabgabe andere Prioritäten, bringen ihre Vorstellungen, Erwartungen und auch konkreten Wünsche mit. Sie schauen sich ganz genau an, mit welcher Partei sich diese am ehesten realisieren lassen und mit welchen Parteien nicht."

An Schulen und Treffs gewählt

Gewählt wurde an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, der Albert-Einstein-Realschule, der Albert-Schweitzer-Realschule, der Arent-RupeVilla, in der AWO Jugendfreizeitstätte Derne, im AWO Jugendtreff Derne, im AWO Jugi Treff Holzen, beim BdP Stamm Weiße Rose, bei der DIDF-Jugend, beim DPSG Stamm Lütgendortmund, bei einer Straßenaktion des BVB-Lernzentrums am Europabrunnen, im FBF Kinder- und Jugendtreff Kirchlinde, in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, in der Gustav-HeinemannGesamtschule, der Jugendfreizeitstätte Smile, dem Jugendfreizeitzentrum Aplerbeck, auf den Feuerwachen bei der Jugendfeuerwehr, in der Jugendfreizeitstätte Rahm, im Jugendtreff Timeout Wickede, im Käthe-Kollwitz-Gymnasium, im Leibniz-Gymnasium und im Max-PlanckGymnasium.

Über Wahlrecht informiert

Flankiert wurde die Wahl durch vielfältige Aktionen. So haben beispielsweise die Jugendfreizeitstätte Rahm, der Kinder- und Jugendtreff Kirchlinde, das Respekt-Büro und das BVB-Fanprojekt kooperiert und eine große Pausenaktion auf den Schulhof der Gustav-HeinemannGesamtschule gebracht. Neben Informationen rund um Wahl und Wahlrecht und der U18- Wahl selbst konnten die Schülerinnen und Schüler sich auch an Dartfußball und Geschwindigkeitschießen üben. Eine besondere Aktion, die zur Landtagswahl im kommenden Jahr sicher eine Wiederauflage erfährt. Alle Wahlergebnisse finden stehen unter:Wahlen U18.
Dortmund hat in etwa im Bundestrend gewählt.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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