ADFC NRW befremdet über Äußerungen des GdP-Vorsitzenden

Stellungnahme des ADFC NRW zu den Äußerungen des GdP-Vorsitzenden:
Fahrradlobby bezeichnet Äußerungen von Bernhard Witthaut als „Mischung von Halb- und Unwahrheiten“

Düsseldorf. Erhebliche Verärgerung hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut mit seiner Behauptung, die Missachtung von Verkehrsregeln unter Radfahrern sei „inflationär“ beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Nordrhein-Westfalen (ADFC NRW) ausgelöst. Hierfür gebe es keinerlei seriöse Belege. So sei vielmehr ausweislich der Statistiken der Polizei bei Unfällen zwischen Radfahrern und Autofahrern der Autofahrer zwei- bis dreimal häufiger der Hauptverursacher als der Radfahrer. Irritiert ist der ADFC auch darüber, dass Witthaut mit Blick auf E-Bikes, mit denen laut GdP-Vorsitzendem 40 bis 50 km/h gefahren werden könne, intensiv über eine Kennzeichnungspflicht nachdenken möchte. Laut ADFC gehört nur jedes 20. E-Bike der „schnellen“ Klasse an, alle anderen würden bei 25 km/h abgeregelt. Die „schnellen E-Bikes“ würden ebenfalls keine 50 km/h schaffen, sondern entsprechend der Vorschriften automatisch bei 40 km/h abgeregelt und hätten bereits heute das von Witthaut geforderte Kennzeichen.

Auch die Behauptung, für die Nichtbenutzung eines Radweges sei ein Verwarnungsgeld von 15 Euro fällig, bezeichnete der ADFC als „Halbwahrheit“. Der ADFC weist darauf hin, dass die Benutzungspflicht schon seit über 13 Jahren nur für explizit mit blauem Radwegschild gekennzeichnete Radwege gelte; bei allen anderen bestehe Wahlfreiheit zwischen Radweg und Fahrbahn.

„Bevor Herr Witthaut über Regelverstöße von Radfahrern lamentiert, soll er diese Regeln erst einmal selber lernen“, kommentiert ADFC NRW-Pressesprecher Dr. Thomas Rommelspacher die Äußerungen des GdP-Vorsitzenden. Mit einer Mischung von Halb- und Unwahrheiten auf Radfahrer einzudreschen, schade nur dem Verkehrsklima, so Rommelspacher weiter. Der ADFC NRW setze weiterhin darauf, den konstruktiven Dialog mit der nordrhein-westfälischen Verkehrspolizeiführung fortzusetzen.

Autor:

Christian Strupp aus Dortmund-City

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