Dortmunder Gesundheitsamtsleiter verweist auf Inkubationszeit nach den Corona-Schutz-Lockerungen
Bis Pfingsten auf Auswirkungen warten

Ob die Neuinfektionen mit dem Corona-Virus auf einem niedrigen Stand bleiben, zeigt sich erst rund drei Wochen nach vorgenommenen Lockerungen des gesellschaftlichen Lebens.
  • Ob die Neuinfektionen mit dem Corona-Virus auf einem niedrigen Stand bleiben, zeigt sich erst rund drei Wochen nach vorgenommenen Lockerungen des gesellschaftlichen Lebens.
  • Foto: Klinikum
  • hochgeladen von M Hengesbach

"Erst um Pfingsten herum können wir sagen, ob die Lockerungen Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen haben", stellt Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamtes mit Blick auf die niedrigen oder teils auch bei Null liegenden neuen Corona-Test-Fälle in Dortmund klar.

Denn die Situation sei dynamisch. Nach den Lockerungen, seitdem das Virus die Möglichkeit habe, viele Menschen zu treffen, müsse man ungefähr drei Wochen Inkubationszeit abwarten, um abzusehen, ob das Virus sich wieder ausbereite. "Wenn wir es bis dahin mit niedrigen Raten zu tun haben, werden wir merken, dass wir damit umgehen können", sagt der Mediziner.

Dortmund habe die komplette Arbeit zu den Behelfskrankenhäusern zu Ende geführt, wie vom Land vorgeschlagen. Doch nun sorgt die Bitte des Landes, welcher die Stadt nachgekommen war, für Ärger. "Wir fanden das zu Beginn der Pandemie auch vernünftig, uns so aufzustellen", sagt Birgt Zoerner als Leiterin des Dortmunder Krisenstabes, "wir sind der Meinung, dass das Land sagen muss, wie es sich eine finanzielle Unterstützung dafür vorstellt. Doch das Land sieht sich nicht in der Verpflichtung, was ich für ein Unding halte." Unabhängig davon, ob das Land die Stadt nun auf den Kosten sitzen lasse, wolle man im Rathaus diese Planung zu Ende bringen, "damit wir sie auch für die Zukunft haben", erklärt die Dezernentin.

Zur aktuellen Situation informiert Dr. Renken: "Derzeit werden 100 bis 150 Testungen pro Tag vorgenommen. Wir überblicken 11.0000 Untersuchungen die seit März durchgeführt werden." Doch dazu kommen Untersuchungen in Laboren und noch Untersuchungen bei jeder Neuaufnahme in vielen Krankenhäusern. "Diese Zahlen kennen wir noch nicht", betont der Leiter des Gesundheitsamtes, "die Durchseuchung erfahren wir erst noch. Und das sagt uns, wie sich die Infektionslage in der Bevölkerung entwickelt."

Vor dem Fußball-Derby im Stadion wurde das dort vorübergehend eingerichtete Corona-Behandlungszentrum geschlossen. Coronavirus-Patienten sowie Verdachtsfälle können sich an das Behandlungszentrum der KVWL am Klinikzentrum Nord wenden. Ab Mittwoch, 20. Mai stellt das Corona-Zentrum im Stadion seinen Betrieb vollständig ein.

Autor:

M Hengesbach aus Dortmund-City

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