Jobcenter fördert 13 Kundenbetreuer bei DSW21
Chancen im Berufsverkehr

Im Bild sind elf der 13 Kundenbetreuer/-innen sowie Manfred Kossack (Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied DSW21), Stephanie Abendroth (Bereichsleitung Service und Einnahmesicherung DSW21), Sabine Poschmann (Mitglied des Bundestages) und Frank Neukirchen-Füsers (Geschäftsführer JobCenter Dortmund, v.l.) zu sehen. Foto: schmitz Diese elf der 13 neuen Kundenbetreuer helfen beim Ein- und Aussteigen und zeigen Präsenz. Mit im Bild: Arbeitsdirektor und DSW21-Vorstandsmitglied Manfred Kossack, DSW21-Service-Bereichsleiterin Stephanie Abendroth, MdB Sabine Poschmann und JobCenter-Geschäftsführer Frank Neukirchen-Füsers.
  • Im Bild sind elf der 13 Kundenbetreuer/-innen sowie Manfred Kossack (Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied DSW21), Stephanie Abendroth (Bereichsleitung Service und Einnahmesicherung DSW21), Sabine Poschmann (Mitglied des Bundestages) und Frank Neukirchen-Füsers (Geschäftsführer JobCenter Dortmund, v.l.) zu sehen. Foto: schmitz Diese elf der 13 neuen Kundenbetreuer helfen beim Ein- und Aussteigen und zeigen Präsenz. Mit im Bild: Arbeitsdirektor und DSW21-Vorstandsmitglied Manfred Kossack, DSW21-Service-Bereichsleiterin Stephanie Abendroth, MdB Sabine Poschmann und JobCenter-Geschäftsführer Frank Neukirchen-Füsers.
  • Foto: Günter Schmitz
  • hochgeladen von M Hengesbach

Förderprogramme für Langzeitarbeitslose gab es immer wieder. Doch oft waren sie nur von kurzer Dauer, der bürokratische Aufwand hoch und die Inhalte immer anders. Die Große Koalition hat zu Jahresbeginn das Teilhabechancengesetz auf den Weg gebracht. Es soll Langzeitarbeitslose nachhaltig in Arbeit vermitteln und dauerhaft realistische Chancen auf dem Arbeitsmarkt ermöglichen.

„Dieses Gesetz wurde explizit für Langzeitarbeitslose geschaffen, denen es besonders schwer fällt, den Weg zurück in das Berufsleben zu finden. Als besondere Anreize wurde eine lange Förderdauer, eine hohe Förderung und ein begleitendes Coaching geschaffen, dass die Arbeitsaufnahme nachhaltig stärkt. Mit diesem Instrument können wir Menschen aus der Ferne zum Arbeitsmarkt zurück in die Mitte der Arbeitswelt und der Gesellschaft bringen“, erklärt der scheidende Jobcenter-Geschäftsführer Frank Neukirchen-Füsers. Im Jobcenter können über zwei Förderinstrumente des neuen Gesetzes 752 Dortmunder gefördert werden, 718 Stellen sind bereits besetzt oder werden es jetzt. Mit 95 bereits statistisch erfassten Förderfällen allein über §16e SGB II ist Dortmund deutschlandweit auf dem ersten Rang.
Für Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann eine gute Entwicklung: „Wir haben lange für den Sozialen Arbeitsmarkt gekämpft. Das Besondere ist, dass die neue Förderung nicht auf einem befristeten Programm basiert, sondern ein gesetzlich festverankertes Regelinstrument ist, das langfristig gesichert ist. Umso schöner, dass mit DSW21 auch unser Nahverkehrsunternehmen zu den Arbeitgebern gehört, die Langzeitarbeitslosen eine berufliche Perspektive geben wollen.“
DSW21 engagieren sich auch als Partner in der Initiative „Arbeit in Dortmund – Bündnis gegen Langzeitarbeitslosigkeit“.
Zum 1. Juni wurden 13 neue Kundenbetreuer für zwei Jahre mit 30 Stunden pro Woche eingestellt. Sie helfen Fahrgästen beim Ein- und Aussteigen, begleiten zum Sitzplatz, geben Fahrplanauskünfte und zeigen Präsenz. Unterwegs sind die Kundenbetreuer überwiegend im Dortmunder Süden, vor allem in der Nähe von Senioreneinrichtungen und an Markttagen.
Manfred Kossack, Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied von DSW21, freut sich über die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Jobcenter: „Seit 2005 haben wir rund 600 Langzeitarbeitslosen die Chance gegeben, sich für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Das ist nicht nur für die Betroffenen eine gute Sache, auch unsere Fahrgäste profitieren von diesem zusätzlichen Angebot. Die Hilfe der Kundenbetreuer wird sehr geschätzt!“
DSW21 zahlen einen Arbeitslohn nach Tarif. Die Teilnehmer erhalten richtigen Lohn, sind unabhängig von staatlichen Leistungen und blicken zufrieden in die Zukunft. Sie haben die Möglichkeit, sich für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren.
Auch eine Bewerbung für den Fahrdienst oder den DSW21-Servicebereich ist damit im Anschluss möglich. Das Jobcenter zahlt im ersten Beschäftigungsjahr 75 Prozent der Lohnkosten und im zweiten 50 Prozent. Job-Coaches begleiten für sechs Monate den beruflichen Einstieg.
Sie sind Ansprechpartner für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei anfänglichen Schwierigkeiten.
Das Konzept geht auf: die Abbruchquote aller gegenwärtigen Förderungen in Dortmund liegt bei nicht einmal 5 Prozent.

Autor:

M Hengesbach aus Dortmund-City

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