Der Neujahrsgruß des Oberbürgermeisters und die Beschäftigungszahlen

Die Quote der Arbeitslosen und Unterbeschäftigten liegt in Dortmund bei rund 30 Prozent. Die Beschäftigungszahl sagt gar nichts über Qualität, Arbeitsvolumen und vor allem über die Höhe der Entlohnung der Beschäftigten aus.
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Sicherlich gehört es zu den Aufgaben eines Oberbürgermeisters zum Jahreswechsel Optimismus zu verbreiten. Formal stimmt es ja auch, dass Dortmund eine steigende Tendenz bei den Beschäftigungszahlen aufweist. Allerdings hat das gesamte Arbeitsvolumen dieser Beschäftigten seit einem Jahrzehnt nicht zugenommen.

Zudem steht diese Tendenz bei den Beschäftigungszahlen im Schatten von 36.365 erfaßten Arbeitslosen (Stand November 2014). Fast die Hälfte davon Langzeitarbeitslose. Nicht zu vergessen, dass die Art der Erfassung der Arbeitslosen staatlicherseits über die Jahre mit allerlei Tricks frisiert wurde.

36.365 Arbeitslose plus 47.658 Unterbeschäftigte

Zusätzlich weißt die Dortmunder arge-Statistik 47.658 Unterbeschäftigte aus, die zwar gerne mehr arbeiten würden, dem Arbeitsmarkt auch zur Verfügung stehen, aber keine zusätzliche Arbeit finden. Dazu kommen noch die hierbei nicht berücksichtigten Kurzarbeiter. Die Quote der Arbeitslosen und Unterbeschäftigten liegt in Dortmund somit ohne Kurzarbeiter trotzdem bei rund 30 Prozent. Auch sagt die vom Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) gelobte Beschäftigungszahl nichts über Qualität, Arbeitszeit und vor allem über die Höhe der Bezahlung der Arbeit aus.

Das Arbeitsvolumen aller Beschäftigten hat sich nämlich seit Beginn des Jahrtausends nicht erhöht. Es wird nur auf mehr Beschäftigte mit überproportional niedrigeren Löhnen verteilt.

Prekäre Arbeitsverhältnisse wie Leiharbeit, die man angesichts der meist lausigen Bezahlung zurecht als moderne Sklaverei bezeichnen kann, sowie der größte Niedriglohnsektor Europas, haben sich dank der rot-grünen Agenda2010 auch in Dortmund ausgebreitet.

Es gibt im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und die prekäre Beschäftigung also noch viel zu tun. Nicht nur in Dortmund.

Autor:

Carsten Klink aus Dortmund-Ost

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