Dortmund muss leiser werden: die lautesten Straßen und der Plan gegen den Lärm

Auf dieser Karte des Lärmaktionsplanes machen Planer den Lärm in der City sichtbar.
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  • Foto: Stadt Dortmund
  • hochgeladen von Steffen Korthals

Unsere Straßen sind zu laut! Das meinen nicht nur viele Anwohner in Dortmund, sondern auch das Umweltamt. Das will nun Abhilfe schaffen.

Das Umweltamt hat dem städtischen Verwaltungsvorstand einen Lärmaktionsplan vorgelegt, der jetzt zur Beratung durch die politischen Gremien geht.
Rechtliche Grundlage der Lärmaktionsplanung ist die EG-Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG, die 2005 in deutsches Recht umgesetzt wurde. Danach sind Ballungsräume verpflichtet, in einem fünfjährigen Turnus Lärmkartierungen durchzuführen und Lärmaktionspläne aufzustellen. Dabei wurde die Stadt in Lärmkarten mit Kategorien erster und zweiter Stufe unterteilt.
Mit dem Lärmaktionsplan sollen Maßnahmen zur Lärmminderung entwickelt und umgesetzt werden, in denen aufgrund sehr hoher Lärmbelastungen der Bevölkerung vordringlicher Handlungsbedarf besteht. Außerdem soll ein Schutz „Ruhiger Gebiete“ erfolgen.

Verkehr ist die Hauptlärmquelle

Die Hauptlärmquelle ist laut Untersuchung der Straßenverkehr. Ein bereits eingesetztes Mittel der Lärmminderung ist die Verwendung lärmarmen Asphalts. Ein weiteres und kurzfristig umsetzbares Mittel ist die Temporeduzierung.
Als Kennzeichen einer hohen Lärmbelastung wurden die Schallpegel an der Fassade eines Gebäudes von 70 dB(A) tagsüber (24 Stunden-Wert) und 60 dB(A) nachts festgelegt.

Rund 10 000 Anwohner leben im Dauerlärm

Nach der aktuellen Lärmkartierung werden allein auf den Straßenverkehrslärm bezogen noch 7900 Menschen am Tag mit einem Lärmpegel von 70 dB(A) oder mehr und 10 300 Menschen in der Nacht mit einem Lärmpegel von 60 dB(A) oder mehr belastet.
Neben kurz- und mittelfristigen Lärmminderungsmöglichkeiten zeigt der Lärmaktionsplan langfristige Strategien auf, um der Lärmbelastung entgegen zu wirken. Die Reduzierung des Umgebungslärms und die damit verbundene Steigerung der Wohn- und Lebensqualität wird als wichtiger Bestandteil der städtischen Entwicklung im Aktionsplan aufgeführt.

Umgebungslärm beeiflusst Lebensqualität

Der die Menschen umgebende Verkehrs- und Industrielärm, sogenannter Umgebungslärm, hat einen starken Einfluss auf die Wohn- und Lebensqualität.
Umgebungslärm ist in erster Linie ein Maß der individuellen Mobilität und lässt sich nicht vollständig vermeiden.
Insbesondere an hoch belasteten Verkehrsstrecken will die Stadt Maßnahmen entwickeln, die diese Belastung reduzieren.

Dortmunds lauteste Straßen

->Rheinische Str. 4 - 139:
von Huckarder Straße bis Hoher Wall

->Hohe Straße 5 - 117:
von Poststraße bis Markgrafenstraße

->Märkische Straße:
von Saarlandstraße bis Landgrafenstraße

->Immermannstr. 2 - 52:
von Schützenstraße bis Münsterstraße

->Märkische Str. 128 - 251:
von südliche Ab-/Auffahrt B1 bis Auf‘m Brautschatz

->Kreuzstraße 1 - 29:
von Hohe Straße bis Vinckeplatz

->Treibstraße 1 – 37, Grüne Straße 3 - 43:
von Sunderweg bis Kurfürstenstraße

->Borsigplatz 3 - 9, Borsigstraße 1 - 72, Mallinckrodtstraße 9 - 1:
von Borsigplatz bis Bornstraße

->Klönnestraße 51 - 75:
von Hallesche Straße bis Güntherstraße

->Bornstraße 60 - 150:
von Brunnenstraße bis Heiligegartenstraße

->Lindemannstraße 1 - 75, Möllerstraße 3 - 52 :
von Rheinische Str. bis Wittekindstraße

->Ruhrallee 25 - 79:
von Sonnenstraße bis Landgrafenstraße

->Mallinckrodtstraße 133 - 333:
von Lagerhausstraße bis Münsterstraße

Autor:

Steffen Korthals aus Kamen

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