Gewerkschaft: "Aktiver Klimaschutz ist gelebte Schulkultur"
Fridays for future: GEW unterstützt Protest der Schüler

Auch junge Dortmund gingen freitags für den Klimaschutz unter dem Motto "Fridays for Future“ auf die Straße.
  • Auch junge Dortmund gingen freitags für den Klimaschutz unter dem Motto "Fridays for Future“ auf die Straße.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Antje Geiß

Unter dem Motto „Fridays for Future“ ist eine weltweit agierende Bewegung von Schülern und Studierenden entstanden, die freitags mit Demonstrationen und Protestaktionen während der Unterrichtszeit auf die dramatischen Folgen der Klimakrise aufmerksam machen und die Politik zum Handeln aufrütteln will. Die Bildungsgewerkschaft GEW in Dortmund begrüßt, dass junge Menschen sich Gedanken um ihre Zukunft machen und sich mit phantasievollen Aktionen engagieren.
„Es ist schon beeindruckend, mit welcher Entschlossenheit die Schüler für ihre Überzeugung einstehen. Respekt für ihr politisches Engagement, das ist aktives Erlernen und praktische Einübung in demokratischer Teilhabe. Androhungen von Sanktionen bei Verletzung der Schulpflicht, wie der Eintrag von unentschuldigten Fehlstunden ins Zeugnis, halten wir nicht für den richtigen Weg. Wir begrüßen, wenn Schulleitungen und Lehrer verantwortungsvoll mit den Protestbedürfnissen der Schüler umgehen und mit Projektunterricht, außerschulischem Lernen und Demokratiebildung die aktuellen Themen behandeln, das ist gelebte Schulkultur“, erklärt Volker Maibaum, Vorsitzender der GEW Dortmund. Zur Demokratiebildung gehöre auch, Mittel, Wege und Grenzen des demokratischen Protestes zu diskutieren.

Weltaktionsprogramm bietet Chance

Volker Maibaum sieht auch weitere Möglichkeiten, pädagogisch zu handeln: „Auch das vom Schulministerium unterstützte UNESCO-Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ bietet die Chance, Kinder und Jugendliche besser an den gesellschaftlichen Zukunftsfragen zu beteiligen und sie mitgestalten zu lassen.“ Zu bemängeln sei aber, so Volker Maibaum, dass derzeit die Schulen weder personell noch materiell ausreichend unterstützt würden, „um dieses Bildungsziel, das für ein zentrales gesellschaftliches Zukunftsthema steht, auch ganzheitlich umzusetzen“.

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