Motto der Schüler: "Wir streiken, bis ihr handelt"
Großer Klimastreik in Dortmund geplant

Nicht nur im März, wie hier bei der weltweiten Aktionen, sondern immer freitags demonstrieren Dortmunder Schüler für mehr Klimaschutz, so auch am 24. Mai um 12 Uhr vorm Rathaus.
  • Nicht nur im März, wie hier bei der weltweiten Aktionen, sondern immer freitags demonstrieren Dortmunder Schüler für mehr Klimaschutz, so auch am 24. Mai um 12 Uhr vorm Rathaus.
  • Foto: Schmitz
  • hochgeladen von Antje Geiß

„Wir streiken, bis ihr handelt“ unter diesem Motto wollen in Dortmund am Freitag, 24. Mai, besonders viele Schüler und Studenten und auch Eltern für eine andere Klimapolitik kurz vor der Europawahl auf die Straße gehen.

Geplant ist ein internationaler Großstreik. Dafür streiken in der City junge Menschen und Unterstützer mit Hunderttausenden in Deutschland, Europa und weltweit unter dem Motto "Fridays for Future" um 12 Uhr am Freitag für mehr Klimaschutz.
Anlässlich des Großstreiks werden diesen Freitag bundesweit besonders viele, vor allem junge Menschen auf die Straße gehen, aktuell sind bereits über 250 Städte, alleine in Deutschland.

1,5ºCelsius-Ziel einhalten

Zu den Forderungen der Demonstrierenden zählt die Einhaltung des 1,5ºCelsius-Ziels und konkret für Deutschland der Kohleausstieg bis 2030, eine 100-prozentige Versorgung durch erneuerbare Energie und das Erreichen der Nettonull bis 2035,sowie eine CO2-Steuer.  
Zwei Tage vor der Europawahl wollen die Aktivisten die Klimapolitik europaweit auf die Straßen tragen. Denn die EU ist drittgrößter CO2-Emmitent weltweit.  "Die Klimakatastrophe lässt sich nicht im nationalen Alleingang angehen – daher werden tausende junge Menschen unüberhörbar daran erinnern, diese vielleicht letzte Chance, die Klimakatastrophe noch abzuwenden, nicht verstreichen zu lassen", heißt es in dem Aufruf des Bündnisses "Fridays for Future".

"Viele von uns dürfen nicht wählen"

"Viele von uns dürfen nicht wählen und das obwohl uns die Klimakrise am stärksten betreffen wird. Wir wollen deswegen allen Wahlberechtigten in Erinnerung rufen, dass sie auch über unsere Zukunft abstimmen und uns bei ihrer Stimmabgabe berücksichtigen müssen", sagt Franka, 14 Jahre aus Dortmund.

Forderungen der Wissenschaft

Inspiriert von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg, die seit Monaten jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament streikt, gehen seit Monaten auch junge Dortmunder auf die Straße.  
Bei der bisher größten, internationalen Fridays for Future-Demonstration am 15. März gingen über 300.000 Schüler, Studierende und junge Menschen deutschlandweit und fast zwei Mio. Demonstrierende weltweit für eine konsequente Klimapolitik auf die Straße. Inzwischen gibt es deutschlandweit über 500 aktive Ortsgruppen der Bewegung.

Irreversible Klimaschäden

"Alles was wir fordern, fordern Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten. Die Politik kann sich nicht weiter hinter Ausreden verstecken, sie muss endlich anfangen zu handeln!", ergänzt die 17-jährige Dortmunderin Merle.
„Wir sagen nicht ohne Grund, dass die Europawahl eine Klimawahl ist. Das neugewählte EU-Parlament ist das letzte, was mit einer konsequenten Klimapolitik die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und des 1,5°-Ziels sicherstellen kann“, erklärt Lou, eine Schülerin aus Oldenburg. „Verfolgt die EU weiter ihren aktuellen klimapolitischen Kurs, sind in fünf Jahre irreversible 
Klimaschäden bereits eingetreten und Kipppunkte überschritten – daher
braucht es jetzt ein EU-Parlament, welches für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommensund unser aller Zukunft eintritt“, ergänzt Vincent, Auszubildender aus
Kiel.

Stadtkirche unterstützt  Aktion

Die Katholische Stadtkirche Dortmund und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) unterstützen den Aufruf der „Fridays for Future“ Bewegung zur Demonstration am Freitag.  Auch Propst Andreas Coersmeier begrüßt das Engagement junger Menschen, die sich für den Klimaschutz und damit „für die Bewahrung der Schöpfung“ einsetzen.
„Kinder und Jugendliche sind Profis für Zukunftsfragen. Bei Fridays for Future und in den Jugendverbänden nehmen sie die Zukunft in die Hand“, betont der BDKJ-Diözesanvorsitzende Jan Hilkenbach. Die Bewegung bringe Aufwind in die gesellschaftliche Debatte um Klima- und Umweltschutz und mache Druck auf die Politik. „Wenn am kommenden Freitag junge Menschen beim 2. Globalen Klimastreik auf die Straße gehen, engagieren sich zeitgleich viele Jugendliche in den Projekten der 72-Stunden-Aktion und hier auch in Projekten für den Klimaschutz“, freut sich Svenja Zahn, Dekanatsreferentin für Jugend in Familie der Katholischen Stadtkirche Dortmund.

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