Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau blickt optimistisch in die Zukunft
Gute Laune beim Neujahrsempfang

Über 1200 Gäste begrüßte Oberbürgermeister Ullrich Sierau beim Neujahrsempfang zu beschwingten Walzerklängen der Dortmunder Philharmoniker im Konzerthaus und gab einen optimistischen Ausblick aufs Neue Jahr in Dortmund.
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  • Über 1200 Gäste begrüßte Oberbürgermeister Ullrich Sierau beim Neujahrsempfang zu beschwingten Walzerklängen der Dortmunder Philharmoniker im Konzerthaus und gab einen optimistischen Ausblick aufs Neue Jahr in Dortmund.
  • Foto: Stephan Schütze
  • hochgeladen von Antje Geiß

Sie liegen in Schlafsäcken mitten auf der Straße und jeder, der im Konzerthaus an diesem Abend beim Neujahrsempfang der Stadt schwungvoll mit Strauß von den Dortmunder Philharmonikern ins neue Jahr begleitet wird, muss an ihnen vorbei. An dem eiskalten Abend fordern die Dortmunder, die sich hier auf die Brückstraße gelegt haben als Bewegung "Aufstehen" mehr Hilfen der Stadt für Obdachlose.

"Ja, vorher an der Adlerstraße waren es mehr Übernachtungsplätze als jetzt die 70 in der neuen Notschlafstelle an der Unionstraße. 65 waren in der ersten Nacht schon belegt. Deshalb haben wir jetzt im Gast-Haus bis zu 30 Plätze zum Übernachten eingerichtet," berichtet Ozan Kubat vom Verein an der Rheinischen Straße. Hier, wo schon früh am kalten Wintermorgen Menschen ohne Dach über dem Kopf darauf warten, dass das warme Gast-Haus öffnet, haben bei den Minusgraden schon 15 Menschen und drei Hunde die Nacht im Schlafsack verbracht. Denn schon bei wenigen Graden über Null droht Menschen, die draußen schlafen, Lebensgefahr. Ehrenamtliche kümmern sich jetzt Tag und Nacht im Gasthaus um die Dortmunder, die kein Obdach haben.

Dank an Freiwillige

Die Freiwilligen, die sich ehrenamltlich engagieren sind es auch, denen Oberbürgermeister Ullrich Sierau bei seiner Neujahrsansprache im Konzerthaus ganz besonders dankt, "es ist ihr Engagement, das dazu beiträgt, dass das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt klappt."
Gemeinsam sangen die eingeladenen Ehrenamtlichen mit Gästen aus Politik, Verwaltung, Verbänden, Kirchen und Vereinen das Steigerlied und applaudierten als Sierau zum Ende des Bergbaus im Revier sagt: "Was bleiben wird sind die Tugenden des Bergmanns, das Miteinander und die Solidarität. Das hat uns nachhaltig geprägt und ich kann sagen, dass wir darauf stolz sind."

Ein ausgezeichnetes Jahr

Für Dortmund sei 2018 ein ausgezeichnetes Jahr gewesen, blickt der Oberbürgermeister zurück. Und die Erfolgsgeschichte, betont er, mit Blick auf die Beschäftigungszahlen, sei noch nicht zu Ende. Neue technologische Innovationen und junge Start Ups erwarten die Stadt mit dem Entwickler Walas, Das Industriedenkmal Hochofen werde zum Kristallisationspunkt für neue Arbeitsplätze. Schon über 3000 seien es auf Phoenix West und die Zahl werde noch deutlich steigen. Auch, weil WILO hier einen Digital-Campus schaffe, der so schnell in der Welt nicht wieder zu finden sei. "Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen und Flächen auf den Weg gebracht", nennt Sierau eine Voraussetzung für weniger Arbeitslose, auch junge sowie mehr sozialversicherte Jobs.

Die meisten IT-Fachkräfte

Dazu zählten die mittlerweile rund 2000 Arbeitsplätze auf der Westfalenhütte, aber auch der erfolgreiche Technologiepark. "Mit rund 1000 Unternehmen und den rund 40.000 Beschäftigten hat sich Dortmund zum digitalen Oberzentrum entwickelt", führt Sierau aus. "Wir sind die Stadt, in der die meisten IT-Fachkräfte ausgebildet werden. 8000 - damit sind wir der größte Standort in Deutschland", fügt er hinzu.
Mit dem Baukunstarchiv habe die Stadt einen tollen Ort bekommen und es werde mit der Akademie für Digitalität und Theater noch ein weiterer hinzukommen, die der einfallsreiche Ideengeber, Intendant Kay Voges, mit aufbauen wolle. Als Technologiestandort habe sich Dortmund mit rund 53.000 Studierenden einen Namen gemacht. "Das sind mehr als in Heidelberg", nennt das Stadtoberhaupt einen Vergleich.

Stadt der guten Gastgeber

Mit derzeit rund 603.000 Einwohnern wachse die Stadt weiter und habe 2018 keine neuen Schulden gemacht. Mit 1,3 Mio. Besuchern, die im vergangenen Jahr in Dortmund übernachteten habe Dortmund ebenfalls zugelegt und "Wir werden die Stadt der guten Gastgeber sein", freut sich Sierau nicht nur auf den Deutschen Städte- sondern auch auf den Kirchentag und die 100-Jahres-Feier der Awo in Dortmund.
Vorgestellt wurde beim Neujahrsempfang ein junger Verein zweier engagierter Dortmunderinnen, die ihre Netzwerke zu nutzen wissen: "Bieber Burmann for you" möbelt Jugendtreffs auf und unterstützt Jugendprojekte

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