Haushaltsberatung: 2,7 Millionen Euro Einsparpotential beim Evangelischen Kirchentag

Linke und Piraten fordern angesichts der sprudelnden Einnahmen der Evangelischen Kirche Nachverhandlungen der Stadt Dortmund, um beim Evangelischen Kirchentag 2,7 Millionen Euro einzusparen.
  • Linke und Piraten fordern angesichts der sprudelnden Einnahmen der Evangelischen Kirche Nachverhandlungen der Stadt Dortmund, um beim Evangelischen Kirchentag 2,7 Millionen Euro einzusparen.
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Bei den diesjährigen Haushaltsberatungen fordert die Fraktion DIE LINKE und Piraten im Dortmunder Stadtrat, dass die Stadtverwaltung Nachverhandlungen mit dem Kirchentagsträgerverein einleitet. Ziel der Verhandlungen soll die Einsparung der von der Stadt zugesagten 2,7 Millionen Euro Subvention für den Kirchentag 2019 in Dortmund sein. Die zusätzlichen Sachleistungen in sechsstelliger Höhe wären davon nicht betroffen. Ein entsprechender Antrag wurde im Finanzausschuss gestellt.

Tatsächlich erwartet die zum Kirchentag offiziell einladende Evangelische Landeskirche von Westfalen allein im Jahre 2017 Kirchensteuereinnahmen von 485.000.000 Euro (in Worten: vierhundertfünfundachtzig Millionen).

Der Evangelische Kirchenkreis Dortmund hat im Jahre 2015 nach unserer Zeit 2,5 Millionen Euro und im Jahre 2016 voraussichtlich 3,8 Millionen Euro mehr eingenommen als geplant.

"Es ist nicht nachvollziehbar, warum eine derart wohlhabende religiöse Gesellschaft sich 2,7 Millionen Euro zuschustern lässt. Ausgerechnet von einer klammen Kommune wie Dortmund, in der fast jedes dritte Kind von Sozialleistungen leben muss. Auch im Bereich des gigantischen Investitionsstaus der Stadt wären die Gelder besser aufgehoben. Ansonsten könnte man den vom SPD-CDU-Sparmemorandum bedrohten Behindertenfahrdienst fast fünf Jahre lang finanzieren statt etwas mehr als fünf Tage ein Glaubensfest.", erklärt Ratsmitglied Carsten Klink (DIE LINKE).

Der Politologe Carsten Frerk schätzt das Vermögen der beiden großen Kirchen auf rund 435 Milliarden Euro: Rund 150 Milliarden in Aktien und Geld. Weitere 220 Milliarden Euro in Immobilien (ohne Kirchengebäude, die aber jederzeit profaniert und somit verkauft werden könnten) und 65 Milliarden in Stiftungen sowie weiteren Vermögenstiteln.

Quellen:
http://www.evangelisch-in-westfalen.de/fileadmin/user_upload/Kirche/Unsere_Struktur/Landeskirche/Landessynode/Synode_2016/Dokumente/Finanzfakten_17.pdf

http://nordstadtblogger.de/tagung-der-synode-des-evangelischen-kirchenkreises-dortmund-mehr-kirchensteuern-weniger-mitglieder/#comment-3289

http://www.carstenfrerk.de/

http://www.kirchengrundstuecke.de/

Autor:

Carsten Klink aus Dortmund-Ost

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