Kana-Vortrag: keine Kampfdrohnen

Sonst wird bei Kana an der Mallinckrodtstraße Suppe ausgeschenkt, am Sonntag geht es um den Widerstand gegen Kampfdrohnen.
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  • Foto: Schmitz/Archiv
  • hochgeladen von Antje Geiß

Am kommenden Sonntag, 22. September, findet in der Kana-Suppenküche eine Vortragsveranstaltung zum Thema „Keine Kampfdrohnen! Gegen eine Technologie zur Kriegsführung, Überwachung und Unterdrückung“ statt.

Brian Terrell ist Mitglied von „Voices for Creative Non-Violence“ (= Stimmen für kreative Gewaltfreiheit), einer US-amerikanischen Friedensorganisation, die aktiven Widerstand gegen die Kriegspolitik der USA leistet. „Voices“ organisierte über 70 Delegationen in den Irak, um die zwischen 1990 und 2003 verhängten Sanktionen gegen das irakische Volk zu unterlaufen. Seit 2009 reisten fünf Delegationen nach Afghanistan und zwei nach Pakistan, um dort sich mit gewaltfreien Graswurzel-Bewegungen auszutauschen und die negativen Auswirkungen des US-Militarismus auf die Region zu dokumentieren.

Ferngesteuerte Flugkörper

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Aufklärung über und der Protest gegen den Einsatz von Kampfdrohnen. In den USA gehören diese ferngesteuerten, unbemannten Flugkörper längst zum festen Bestandteil des Waffenarsenals. Ihr Einsatz bei Aktionen des „gezielten Tötens“ (targeted killing), z.B. in Pakistan, im Jemen oder in Afghanistan, wird damit gerechtfertigt, dass die eigenen Soldaten so besser geschützt würden. Angesichts der hohen Zahl ziviler Opfer bestehen aber starke ethische und völkerrechtliche Bedenken gegen diese Methode der Kriegführung.
Brian Terrel hat für seinen Protest gegen die Killerdrohnen gerade sechs Monate im Gefängnis gesessen. Am 15. April 2012 hatte er gemeinsam mit zwei anderen Friedensaktivisten versucht, dem Kommandanten der Whiteman Air Force Base im US-Bundesstaat Missouri eine Anklageschrift als Protest gegen die von der Basis aus gelenkten Killerdrohnen zu übergeben. Sie wurden verhaftet, des „illegalen Eindringens“ angeklagt und verurteilt.
Schon seit längerem wünscht sich die Bundeswehr für ihre Auslandseinsätze Kampfdrohnen, während sie bislang nur unbewaffnete Drohnen zu Aufklärungszwecken verwenden darf. Jetzt hat sich erstmals die CDU-geführte Bundesregierung für eine solche Aufrüstung der Drohnenflotte ausgesprochen. Durch die Affäre um die „Euro Hawk“-Drohnen hat das Thema bei uns eine
ganz andere, unbeabsichtigte Aufmerksamkeit gewonnen.
Brian Terrell wird am Sonntag, 22. September 2013 über die geopolitische Bedeutung dieses Waffensystems und seine Gefahren sowie über den Widerstand dagegen in den USA berichten. Beginn 16 Uhr in der Kana-Suppenküche, Mallinckrodtstr. 114, 44145 Dortmund.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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