Komzept gegen Terrorgefahr: Dortmunder City wird nicht verbarrikadiert

Die Dortmunder Fußgängerzone will die Stadt wegen einer abstrakten europaweiten Terrorgefahr nicht absperren, sie prüft ein Konzept, welches auf versenkbare Pöller setzt.
  • Die Dortmunder Fußgängerzone will die Stadt wegen einer abstrakten europaweiten Terrorgefahr nicht absperren, sie prüft ein Konzept, welches auf versenkbare Pöller setzt.
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Stadt erstellt Sicherheitskonzept und setzt weiter auf mobile Sperrren

Was die Stadt am Wochenende unternimmt , um das Micro Festival auf dem Friedensplatz zu sichern, wollte die Stadtspitze gestern nicht verraten. "Uns macht hier in dieser Stadt zum Thema Sicherheit keiner etwas vor", betont Oberbürgermeister Sierau zur Debatte um die Sicherheit. Nachdem die Stadt Duisburg nach dem Terroranschlag in Barcelona große Wassercontainer in der City aufgestellt hat, verweist das Stadtoberhaupt darauf, dass Fingerspitzengefühl und Verhältnismäßigkeit gefragt seien.
"Wir werden das tagtäglich neu bewerten und sollten nicht hysterisch werden", fügt Sierau hinzu. "Es gibt keine konkrete Gefahr für Dortmund. Der Innenminister spricht von einer abstrakten hohen Gefahr, die jedoch für das ganze Land gilt", stellt Dezernent Ludger Wilde in diesem Zusammenhang klar. Und er fügt hinzu: "Wir werden nicht unsere Fußgängerzone abpollern."
Stelle die Polizei eine konkrete Gefahr fest, werde die Stadt etwas machen, etwa mit Fahrzeugen, ähnlich wie beim Pokalkorso und beim Rosenmontagsumzug Barrieren schaffen. Zu einem möglichen Terroranschlag mit einem LKW wendet seine Dezernatskollegin Diane Jägers ein:"Das würde einen Anschlag nicht verhindern, nur das Tempo abmildern." Besondere Gedanken machen sich Stadtspitze, Feuerwehr und Polizei um den Weihnachtsmarkt, der ja ein Symbol der christlichen Tradition sei. Dazu wird im Rathaus gemeinsam ein Konzept entwickelt, welches im November vorgestellt werde. Fest stehe, dass am Westenhellweg keine Wassertanks aufgestellt werden. "Wir können die Stadt nicht verbarrikadieren, weder für den Rettungs- noch für den Lieferverkehr", erklärt Diane Jägers.
Zu dem Vorschlag mobile Poller einzubauen verweist die Ordnungsdezernentin auf Kosten von Millionen und das nur für die City. "es wird für den Weihnachtsmarkt und weit darüber hinaus ein Konzept geben", verspricht sie. Doch eines kristallisiere sich heraus: "Wir können uns nicht schützen, auch wenn wir unsere Innenstadt abpollern, kann uns das nicht davor schützen, dass jemand mit einem Messer durch die City läuft."

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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