Linke & Piraten im Rat kritisieren Beschluss zum Weiterbau der OW III a

Kowalewski, Utz, Die Linke, Fraktionsvorsitzender Die Linke / Piraten
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  • hochgeladen von Claudia Behlau

Die politische Mehrheit in der Bezirksvertretung Brackel möchte die OW III a weiterbauen lassen. So lautet ein aktueller Beschluss aus dieser Woche. Utz Kowalewski, Vorsitzender der Ratsfraktion DIE LINKE & PIRATEN, hat daraufhin folgenden Brief an den Bezirksbürgermeister geschrieben:

Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Czierpka,
mit Interesse haben wir die Aufforderung der Bezirksvertretung Brackel an den Dortmunder Rat zur Kenntnis genommen, wonach der Rat Schritte einleiten möge, um den Weiterbau der L 663n (OW III a) durch die östlichen Stadtteile Asseln und Wickede zu befördern.
Wir möchten Ihnen an dieser Stelle noch einmal unsere Position als Ratsfraktion näher bringen.
Die von den Mehrheitsfraktionen der Bezirksvertretung Brackel angeführte und erhoffte Entlastungswirkung für den Hellweg in Asseln und Wickede, die in alten Verkehrsgutachten mit einer Reduzierung von 18.000 auf 15.000 Fahrzeugbewegungen am Tag dargestellt wird, ist bereits eingetreten. Die aktuellen Verkehrszählungen sprechen nur noch von rund 12.000 Fahrzeugbewegungen auf diesem Abschnitt des Hellweges.
Die ursprüngliche Argumentation, in der von einer Entlastung des Hellweges im Dortmunder Osten gesprochen wird, ist daher nicht mehr glaubwürdig.
Wir verweisen stattdessen noch einmal auf unseren im Planungsausschuss eingebrachten Maßnahmenkatalog für den Hellweg, um den Verkehr – ohne ergänzende Schnellstraße – im diesem Bereich des Stadtgebiets zu verflüssigen (siehe Anhang).
Eine Verlängerung der OW III a, verbunden mit einer Anbindung dieser Schnellstraße an die A1, führt zu der Befürchtung, dass ein ganz anderer Entlastungseffekt eintritt – nämlich für die A2 und die A44 zu Lasten des innerörtlichen Verkehrs in Asseln und Wickede.
So sagt das Verkehrsgutachten für die neue Schnellstraße zusätzliche 25-30.000 Verkehrsbewegungen pro Tag für Asseln und Wickede voraus. Das kann nicht im Sinne der Anwohner sein.
Auch liegen uns die Anwohner an der Wickeder Straße und an der Ebbinghausstraße mit immerhin drei Kitas in Wickede und nicht zuletzt auch die Anwohner der Wickeder Straße in Dortmund-Husen am Herzen, die über die geplante Ausfahrt an der Wickeder Straße allesamt mit massiven zusätzlichen Verkehrsbelastungen konfrontiert würden.
Wir möchten auch darauf hinweisen, dass eine Schnellstraße keine geeignete Arrondierungsmaßnahme für einen Ortsrand darstellt. Stattdessen halten wir den Schutz des Wickeder Ostholzes als bereits ausgewiesenes Naturschutzgebiet sowie die Einhaltung des Dortmunder Lärmaktionsplanes, der den gedachten Trassenverlauf der OW III a ausdrücklich als erhaltenswertes ruhiges Gebiet ausweist, hier für zielführender.

Mit freundlichen Grüßen

Utz Kowalewski
Fraktionsvorsitzender

Autor:

Claudia Behlau aus Dortmund-Ost

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