Linke & Piraten sagen Ja zur verpflichtenden Dachbegrünung

Utz Kowalewski, Vorsitzender der Ratsfraktion DIE LINKE & PIRATEN
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Ja zu einer verpflichtenden Dachbegrünung in Dortmund. Aus voller Überzeugung haben am Donnerstag im Rat die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN diese neue Verordnung mitgetragen (gemeinsam mit SPD und Grünen). Die neue Regelung wird voraussichtlich ab 2020 mit Hilfe einer eigenen Satzung in die Tat umgesetzt.

„Die Umsetzung der Dachbegrünung ist aus unserer Sicht sehr wichtig, um die Folgen des Klimawandels abzufedern“, erläutert Utz Kowalewski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN. „Gründächer kühlen die Umgebung durch das verdunstende Wasser und dienen zudem als Wasserspeicher bei Starkregenereignissen. Sie tragen deutlich zur Verbesserung des Stadtklimas bei.“

Im Moment sehe die Situation aber ganz anders aus. Vor allem große Flachdächer – etwa auf Unternehmens- und Verwaltungssitzen, Wohnblocks oder Sporthallen – seien oft regelrechte Hitzeinseln. Kowalewski verweist in diesem Zusammenhang auf die städtische Klimaanalyse. Diese weist nach, dass Bereiche mit vielen derartigen Hitzeinseln besonders vom Klimawandel betroffen sind. „Eine Änderung der Situation ist durch eine freiwillige Lösung leider nicht herbeizuführen“, sagt der Fraktionsvorsitzende.

„Wir wollen niemanden schikanieren oder mit zusätzlichen Kosten belasten.“ Die Kritik, dass man mit der neuen Regelung vor allem junge Familien bestrafe, die ein Eigenheim errichten wollen, verweist Kowalewski in die Welt der Märchen und Fabeln: „Die meisten Privathäuser sind gar nicht betroffen, weil die Neuregelung nur für Flachdächer oder für relativ flache Fächer bis zu einer Neigung von 15 Grad gilt“, sagt der Fraktionsvorsitzende.

Doch auch die Eigentümer von bereits bestehenden Bungalows mit einem Flachdach könnten sich entspannt zurücklehnen. Denn die Dachbegrünung soll schließlich vor allem für künftige Bauvorhaben gelten – natürlich auch für städtische Gebäude wie Kindertageseinrichtungen. Und sollte bei der Überplanung vorhandener Baugebiete die neue Gründach-Verordnung zum Zuge kommen, würden Fördermittel in Aussicht gestellt. Kowalewski: „Auch für Neubauten gibt es diese Fördermittel, die die Mehrkosten der Investition einer Dachbegrünung in etwa auffangen.“ Zudem würde ein begrüntes Dach in der Instandhaltung auf Dauer ohnehin günstiger sein als etwa ein Kiesdach. Und es dürfe auch nicht außer Acht gelassen werden, dass Gebäude mit einem Gründach weniger Energiekosten erzeugen würden.

Autor:

Claudia Behlau aus Dortmund-Ost

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