Linksfraktion: Verwaltung kürzt auf Kosten der Kurzen - Umweltbildung für Kinder und Klimaschutzprojekte sollen aufgegeben werden

"Es ist schon auffällig, dass sich ein Großteil der vorgelegten Vorschläge der Verwaltung damit beschäftigt, an der Umwelterziehung von Kindern zu kürzen. Die Beträge, die dadurch auf der Ausgabenseite des Stadthaushaltes eingespart werden, sind allerdings denkbar gering. Der erzieherische Schaden bei den Kindern dafür umso größer,“ meint der Biologe und Fraktionsvorsitzende Utz Kowalewski.
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  • "Es ist schon auffällig, dass sich ein Großteil der vorgelegten Vorschläge der Verwaltung damit beschäftigt, an der Umwelterziehung von Kindern zu kürzen. Die Beträge, die dadurch auf der Ausgabenseite des Stadthaushaltes eingespart werden, sind allerdings denkbar gering. Der erzieherische Schaden bei den Kindern dafür umso größer,“ meint der Biologe und Fraktionsvorsitzende Utz Kowalewski.
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Mit Unverständnis reagiert die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN auf die Kürzungsvorlagen der Verwaltung. "Es ist schon auffällig, dass sich ein Großteil der vorgelegten Vorschläge der Verwaltung damit beschäftigt, an der Umwelterziehung von Kindern zu kürzen. Die Beträge, die dadurch auf der Ausgabenseite des Stadthaushaltes eingespart werden, sind allerdings denkbar gering. Der erzieherische Schaden bei den Kindern dafür umso größer,“ meint der Biologe und Fraktionsvorsitzende Utz Kowalewski.

"Ein Stück weit fühlt man sich bei der Lektüre der Unterlagen intellektuell beleidigt, denn der Haushalt mit einem Umfang von 2 Milliarden Euro und einem Defizit von 79 Millionen Euro ist auf diese Weise sicher nicht zu sanieren", pflichtet der finanzpolitische Sprecher der Fraktion Carsten Klink (DIE LINKE) bei.

So soll nach dem Willen der Verwaltung die Beteiligung der Stadt am Ameisenfonds gestrichen werden, dessen Aktivitäten sich an Schulkinder richten (Einsparbetrag: 2.500 Euro). Insgesamt konnten bislang 135, vielfach langfristig angelegte, Projekte an 48 Schulen aller Schulformen gefördert werden. Gut die Hälfte der geförderten Projekte beschäftigt sich mit einer naturnahen Gestaltung des Schulumfeldes, insbesondere mit der Einrichtung von Schulgärten. Hierzu zählen auch Bachpatenschaften, Beiträge zum Artenschutz und Aktivitäten zur Naturerfahrung und -beobachtung.

Auch der Dortmunder Umweltpreis (Einsparbetrag: 8.750 Euro) wurde zur Streichung vorgeschlagen. Dieser hat sich in über 30 Jahren - insbesondere der Kinder- und Jugendumweltpreis - zu einem traditionellen Umweltwettbewerb entwickelt, der eine feste Größe in der Dortmunder Umweltbildung darstellt. In eine ähnliche Kategorie fällt der Vorschlag, das Damwildgehege im Süggelwald in Dortmund-Eving aufzugeben (Einsparbetrag: 4.500 Euro). Es ist das Zentrum des Walderlebnispfades und der Waldjugendspiele, durch die jährlich ca. 1.200 Kinder mit dem Ökosystem Wald auf spielerische Weise vertraut gemacht werden.

Mit 489.000 Euro wäre die Ausgliederung der Jugendfreizeitstätten in Brackel, Aplerbeck und Lütgendortmund zu Freien Trägern der Jugendhilfe sowie die Schließung der Kindertreffs Sölderholz, Deusen und Renninghausen der größte Posten der Jugendkürzungen. Allerdings scheinen sich unabhängig von der Beschlusslage des Rates die Freien Träger bisher nicht bereit zu finden, hier in die Bresche zu springen. "Dass die Vorlage dennoch auf der Tagesordnung des Finanzausschusses steht ist ein wenig irritierend", so Carsten Klink.

Darüber hinaus will die Stadtverwaltung ihre Mitgliedschaft im Klimabündnis e.V. aufgeben (Einsparbetrag: 2.150 Euro). Das Klimabündnis repräsentiert die europäischen Kommunen auf den internationalen Entscheidungsebenen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung. Zu nennen sind hier die UN-Weltklimagipfel bzw. UN-Klimakonferenzen und das ständige EU-Büro in Brüssel, das kommunale Interessen zum Klimaschutz vertritt. Auch die Mitgliedschaft im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ soll dem Rotstift geopfert werden (Einsparbetrag: 3.000 Euro).

"Es ist schon auffällig, dass sich ein Großteil der vorgelegten Vorschläge der Verwaltung damit beschäftigt, an der Umwelterziehung von Kindern zu kürzen. Die Beträge, die dadurch auf der Ausgabenseite des Stadthaushaltes eingespart werden, sind allerdings denkbar gering. Der erzieherische Schaden bei den Kindern dafür umso größer,“ meint der Biologe und Fraktionsvorsitzende Utz Kowalewski.
"Ein Stück weit fühlt man sich bei der Lektüre der Unterlagen intellektuell beleidigt, denn der Haushalt mit einem Umfang von 2 Milliarden Euro und einem Defizit von 79 Millionen Euro ist auf diese Weise sicher nicht zu sanieren", pflichtet der Kaufmann und finanzpolitische Sprecher der Fraktion Carsten Klink (DIE LINKE) bei.
Autor:

Carsten Klink aus Dortmund-Ost

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