Gesundheitsamt: Unklar, wie B.1.1.7-Corona-Variante in 2 Dortmunder Kitas kam
Neues Testkonzept für Gemeinschaftseinrichtungen

Auch nach Kontaktnachverfolgungen liegen dem Dortmunder Gesundheitsamt keine Informationen zur Herkunft der B.1.1.7.-Virusvariante vor, die in zwei Kitas aufgetaucht ist. Anlasslos werde nicht getestet, sagt der Leiter Dr. Frank Renken, doch werde bei Corona-Fällen in Einrichtungen direkt allen ein Testangebot gemacht.
  • Auch nach Kontaktnachverfolgungen liegen dem Dortmunder Gesundheitsamt keine Informationen zur Herkunft der B.1.1.7.-Virusvariante vor, die in zwei Kitas aufgetaucht ist. Anlasslos werde nicht getestet, sagt der Leiter Dr. Frank Renken, doch werde bei Corona-Fällen in Einrichtungen direkt allen ein Testangebot gemacht.
  • hochgeladen von Antje Geiß

Für Familien, deren Kinder in Kitas betreut werden endet am Montag, 22. Februar, der Appell die Kinder möglichst nicht in die Einrichtung zu bringen. Für diese Woche gilt in Dortmunder Kindergärten und Tagesstätten noch der Status der Notbetreuung. Eltern sollten Kinder möglichst nicht betreuen lassen. Ab nächster Woche gebe es noch keinen Regelbetrieb. Betreut werde in festen Gruppen, die Zeiten blieben noch eingeschränkt. Zu Corona-Varianten, die in zwei Kitas aufgetaucht waren, informiert die Stadt. 
Während das gesamte Ausbruchsgeschehen in Dortmund rückläufig sei, auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen, gebe es weniger Corona-Fälle doch hinsichtlich der englischen Corona-Variante sie nicht bekannt, wo sie herkomme. Nur der 1. Fall konnte geklärt werden. "Das konnte eingedämmt werden.  Beim 2. Fall von einem Erwachsenen wissen wir nicht, so die Infektionsquelle war", sagt Dr. Frank Renken, Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes. Es handele sich um einen Dortmunder, der auswärts arbeite, jedoch nicht gereist sei. Weder bei einem positiv auf die Variante getesteten Kind, noch bei der Betreuungskraft sei klar, wo die Variante in den Kitas herkomme.

Herkunft der B.1.1.7. -Variante unklar

"Es liegt nicht daran, dass wir kein Personal zur Ermittlung haben sondern keine Informationen", erklärt Renken, dass sich aus dem Umfeld kein Hinweis auf die B.1.1.7.-Variante oder Infektionen ergeben habe. Unklar sei heute auch noch, wie gut die neuen Corona-Varianten in der Gruppe der Kinder übertragbar seien. 
Untersuchungen auf die englische Variante kosten über 200 Euro und nicht jedes Labor könne sie durchführen, berichtet der Leiter der Gesundheitsamtes, warum nicht jede positive Corona-Infektion auf die Variante untersucht, das heißt sequenziert, werde. Nur bei Ausbreitungen, die auf die englische Variante hinweisen, werde sequenziert.

Neues Testkonzept

"Wir sind dabei verändertes Testkonzept für Gemeinschaftseinrichtungen umzusetzen", kündigt Dr. Frank Renken an. In der Zeit der Hochinzidenz sei das Team des Gesundheitsamtes nicht mehr in der Lage gewesen, für viel zu viele Einrichtungen eine Testkapazität anzubieten. "Jetzt werden wir unmittelbar mit dem zeitlichem Zusammenhang der Fälle, ein Testangebot für alle machen und schauen, ob eventuell schon in der Einrichtung unbekannte Fälle aufgetreten sind", sagt er.

Nur jedes 2. infizierte Kind erkrankt

Zum Hintergrund: Etwa die Hälfte der Kinder, die sich mit dem Coronavirus infizieren, erkrankt nicht. Sie weisen keine Symptome auf. Werden Fälle bekannt, werden auch für die erwachsenen Kontaktpersonen Testmöglichkeiten angeboten. Und Infizierte werden auch ein zweites Mal getestet, bevor sie aus der Quarantäne entlassen werden. "Wenn wir die Varianten vermuten, werden wir auch keine Quarantäne mehr nach 10 Tagen aussetzen", fügt er hinzu. 

Englische Variante stärker übertragbar

Denn bei der B.1.1.7. -Variante gehen Virologen von einer stärkeren Übertragbarkeit aus. Auch die sicheren FFP2-Masken haben einen Beistrom. "Wir wissen, dass die Kontaktzeit kürzer sein kann", sagt Renken über die neue Virus-Variante. Und noch eines stellt er klar: "Sobald es um die englische Variante geht, werden wir nur PCR-Teste anerkennen. Wir glauben dass das erforderlich ist, um überhaupt mit diesen Varianten umgehen zu können."

Keine anlasslosen Testungen

Nicht bewährt haben sich nach Ansicht des Mediziners anlasslose Testungen: "Das machen wir nicht, das würde unsere Möglichkeiten sprengen." Und er erinnert an das vergangene Jahr, als in Kitas in denen keine Infektionen bekannt waren, Tests gemacht wurden und die Übertragungsrate unter 2 Prozent lag. Es mache keinen Sinn, das auch noch mit Schnelltests zu machen.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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