Prostitutionsgesetz: Diskussion über Sanktionen

Sabine Poschmann (3.v.l.) diskutierte mit Mitarbeiterinnen der Mitternachtsmission.
  • Sabine Poschmann (3.v.l.) diskutierte mit Mitarbeiterinnen der Mitternachtsmission.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Lokalkompass Dortmund-City

Der überarbeitete Entwurf eines neuen Prostitutionsgesetzes war jetzt Anlass für eine Diskussion zwischen Sabine Poschmann (MdB SPD) und Vertreterinnen der Mitternachtsmission. Die Beratungsstelle für Prostituierte, ehemalige Prostituierte und Opfer von Menschenhandel übte in der Vergangenheit deutliche Kritik an der geplanten Ausgestaltung des Gesetzesvorhabens.

Einig waren sich die Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete und die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle, dass der neue Entwurf des Bundesfamilienministeriums die Kritik teilweise aufgenommen und die stringenten Pflichten aufgeweicht hat.

„Der moralische Zeigefinger steht jedoch noch immer vor dem Schutz und der Hilfe für Sexarbeiterinnen“, so die Abgeordnete. Sie kritisiert vor allem die vorgesehenen Zwangsberatungen und Meldepflichten für Prostituierte. Poschmann: „Leider zeigt sich unser Koalitionspartner hier wenig kompromissbereit.“ Die Mitternachtsmission sieht das ähnlich. Ihrer Meinung nach führe der derzeitige Ansatz Prostituierte verstärkt in die Illegalität. Erfahrungen in anderen EU-Ländern hätten dieses bereits gezeigt.

Allerdings, erklärt Poschmann, greift der Gesetzentwurf auch wichtige Punkte auf. So sieht er beispielsweise ein Verbot menschenunwürdiger Praktiken wie „Flatrates“ vor.
Nordrhein-Westfalen bietet Sexarbeiterinnen ein gutes Netz von Hilfsangeboten. Voraussetzung für deren Akzeptanz ist eine Politik, die konstruktiv mit dem Thema Prostitution umgeht und Sexarbeiterinnen nicht stigmatisiert. Dortmund ist hierfür ein gutes Beispiel.

So steht das Dortmunder Modell für eine einheitliche Vorgehensweise aller mit Prostitution befassten Behörden und Hilfseinrichtungen der Stadt. In den weiteren Konsultationen zum Prostitutionsgesetz sollten ebenso alle Beteiligten Gehör finden. Das schließt sowohl die Sexarbeiterinnen als auch die Betreiber von Bordellen ein.

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.