Größte Fahrraddemonstration in Dortmund
Raddemo mit 1200 Teilnehmenden

1200 radelten für eine schnellere Verkehrswende in Dortmund.
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  • 1200 radelten für eine schnellere Verkehrswende in Dortmund.
  • Foto: Jan-Simon Tiessen
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Am Samstag (29.8.)haben Radfahrende bei einer großen Fahrrad-Demonstration eine wesentlich ambitioniertere Förderung des Radverkehrs eingefordert. 13 Organisationen hatten zur Teilnahme aufgerufen, um dem 18-Punkte Programm „Fahrradwende jetzt!“ Nachdruck zu verleihen.

Von der Teilnehmendenzahl waren die Initiatoren überwältigt. „Wir haben mit 200 Radfahrenden gerechnet“, meint Peter Fricke von VeloCityRuhr und Aufbruch Fahrrad Dortmund, aber gekommen sind nach Angaben der Polizei 1200. “Es war die wohl größte Fahrraddemo in der Geschichte der Stadt Dortmund”, meint Thomas Quittek vom BUND.

Vorbei an Problempunkten

Auf einer 20 Kilometer langen Rundfahrt ging es an Problempunkten des Radverkehrs vorbei wie dem Wall, der Rheinischen Straße und der Möllerbrücke zur B54, die für die Demo bis zur Abfahrt Rombergpark kurz gesperrt wurde. Die Fahrt auf dieser autobahnartigen Schnellstraße, auf der streckenweise Tempo 100 gilt, war ein Höhepunkt der Rundfahrt, hatte aber auch einen ernsten Hintergrund, denn die Radwege an den Abfahrten der B54 gehören nach Einschätzung der Initiatoren zu den gefährlichsten Stellen für Radfahrende in Dortmund.

Holprige Radwege

„Heute sind wir auf der Fahrbahn der B54 über glatten Asphalt gefahren“, sagt Simone Kah von Parents for Future. Ab morgen müssten Radfahrende dann wieder auf dem Radweg neben der Fahrbahn durch Schlaglöcher und über Wurzelaufbrüche hoppeln. Darum sei die Qualitätswende fürs Rad ein Teil des Forderungskatalogs „Fahrradwende jetzt!“

Mehr Personal für den Radverkehr und eine gerechtere Flächenverteilung gehören ebenfalls zu den Forderungen, aber auch konkrete Maßnahmen wie die schnelle Fertigstellung des RS1, zwei weitere Radschnellwege und der fahrradfreundliche Umbau von Haupt- und Nebenstraßen.

Zahl Radfahrender ist angestiegen

Die Dringlichkeit des Themas sei offensichtlich. "Durch Corona ist die Zahl der Radfahrenden in Dortmund sprunghaft angestiegen, jetzt muss die Infrastruktur dringend nachziehen“, erklärt Tahir Kamcili von Campus for Future.
Der Forderungskatalog ist unter fahrradwende-jetzt.de abrufbar.

Nächste Aktion:
20. September, 14 Uhr, Friedensplatz: Familien-Fahrrad-Demo Kidical Mass Dortmund.
Motto: "Für eine Stadt, in der auch Kinder sicher mit dem Rad fahren können."

Autor:

M Hengesbach aus Dortmund-City

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