Tausende demonstrieren in der Dortmunder City

Blumen werden zum Gedenken an die Opfer rechter Gewalt an der Gedenkstelle an der Auslandsgesellschaft abgelegt.
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  • Blumen werden zum Gedenken an die Opfer rechter Gewalt an der Gedenkstelle an der Auslandsgesellschaft abgelegt.
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Der 28. März ist in Dortmund kein Tag wie jeder andere. Zehn Jahre ist es her, dass ein Neonazi in der U-Bahnhaltestelle Kampstraße Thomas Schulz erstach. Zum traurigen Jahrestag ist in der südlichen und westlichen Innenstadt nichts wie sonst. Tausende Demonstranten, rund 700 Nazis und Hooligans sind auf der Straße und unzählige Polizisten, die ein Zusammentreffen der Gruppen zu verhindern.

Schon am frühen Morgen, während BlockaDo am Tatort des Mordes an der Kampstraße gedenkt, sperrt die Polizei die Ardeystraße und dann die südlichen Zufahrten in die City. Hubschrauber kreisen und hunderte Polizisten riegeln den S-Bahnhof Stadthaus sowie die Strecke Richtung Süden zum Parkplatz der Westfalenhallen ab.

Rechte marschieren aus der südlichen City

Mit Lautsprecherwagen, einigen vermummten und starker Polizeibegleitung marschieren die Rechten vom Platz hinter dem Südbad Richtung Westfalenhallen. Pfiffe und Rufe von Gegendemonstranten, welche die Polizei abschirmt, begleiten sie. Viele Rechte tragen Kapuzen, Sonnenbrillen, einige haben Tücher über das Gesicht gezogen, andere Kinder an der Hand.

Tausende Nazi-Gegendemonstranten auf der Straße

Schon zuvor sammelten sich doppelt so viele Nazi-Gegner in Dorstfeld, um gegen den Aufmarsch der Partei Die Rechte am Todestag des Punkers Schmuddel zu demonstrieren. Sie werden vom großen Polizeiaufgebot über die Rheinische Straße Richtung City geführt. Hier werden laut Polizei Beamte verletzt, es wird Pyrotechnik geworfen, Schlagstöcke werden eingesetzt. Gleichzeitig zieht ein Trauermarsch des Arbeitskreises gegen Rechts mit schwarzen Särgen in der City los.

Friedlicher Trauermarsch führt um die City

Dortmunder, die mitgehen, tragen weiße Banner mit den Namen der Opfer der Nazis. Friedlich demonstrieren hier hunderte gegen Rechtsextremismus. Begleitet von der Polizei ziehen sie von der Südstadt über die Weißenburger und Heiligegartenstraße zur Steinwache.

Schweigeminute für die Opfer

Hier legen sie eine Schweigeminute für die Opfer ein, deren Namen von DGB-Chefin Jutta Reiter verlesen werden. Viele, die sich hier versammelt haben, um ein Zeichen gegen Hass und Gewalt zu setzen, legen Rosen auf die Gedenksteine. Während dessen versucht die Polizei am Westentor, wo sich ungleich mehr linke Gegendemonstranten versammelt haben, zu deeskalieren. Gleichzeitig haben die Rechten auf dem Parkplatz am Remydamm ihre Kundgebung beendet und begehen den zehnten Todestag des Opfers rechter Gewalt mit einen Konzert.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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