Vom Sport in die Politik

Zehn Jahre lang war Elisabeth Brand Mitglied des Seniorenbeirats. Bei der kommenden Wahl tritt sie nicht wieder an.
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Seit zehn Jahren ist Elisabeth Brand im Seniorenbeirat der Stadt. Im Februar wird sie 80 Jahre alt - dann will sie mit der Politik aufhören.

Es war eine persönliche Umbruchsituation, in der Elisabeth Brand sich entschied, sich politisch zu engagieren: „Früher habe ich viel Sport gemacht, bin Marathon und Triathlon gelaufen, das ging alles altersmäßig nicht mehr. Ich war aber vorher schon auf vielen Ebenen ehrenamtlich tätig. Dann habe ich in der Zeitung eine Notiz über den Seniorenbeirat gelesen, und nach dem Tod meines Mannes suchte ich eine neue Aufgabe.“ So kam sie in den Seniorenbeirat.

„Es ist eine sehr schöne Aufgabe, man kommt viel herum, lernt neue Menschen kennen.“ Doch die politische Arbeit hat auch Schattenseiten: „ Es ist sehr schwer, politisch etwas zu bewirken.“
Durchbekommen hat der Seniorenbeirat, dass die Arbeitsstunden der Mitarbeiter in den Seniorenbüros wieder aufgestockt wurden. „Wir haben argumentiert, dass es ja immer mehr hochaltrige Personen in der Stadt gibt, und dass es besser ist, wenn sie nach Möglichkeit zuhause gepflegt werden, das hat die Stadt schließlich überzeugt.“ Die Seniorenbüros helfen unter anderem bei der Organisation der häuslichen Pflege.

Zu Anfang ihrer Tätigkeit ist Elisabeth Brand mit ihren Kollegen und Kolleginnen vom Seniorenbeirat in die Fraktionen im Rathaus gegangen, hat Kontakte geknüpft. Das hat sich schließlich ausgezahlt, als der Seniorenbeirat die Zahlung von Sitzungsgeldern für die Mitglieder zurückforderte - und schließlich auch bekam. „Gerade Frauen mit ihren oft niedrigen Renten könnten sich diese politische Arbeit im Seniorenbeirat oft gar nicht leisten.“

Noch nicht abgeschlossen ist die Arbeit des Seniorenbeirats am sogenannten „demographischen Wandel“. „Der Masterplan läft schon seit Anfang 2014. Es gibt aber nach der Wahl viele neue Mitglieder im Rat, die wir erst einmal informieren müssen.“
Der Seniorenbeirat wird daran weiterarbeiten, auch ohne seine Vorsitzende Elisabeth Brand: „Im Moment laufen die Wahlen für den Beirat. Sie fangen am 20. Februar an und dauern bis zum 25. März. 60 Kandidaten stehen zur Wahl. Ich werde im Februar achtzig Jahre alt, deshalb höre ich auf.“

Das heißt aber nicht, dass Elisabeth Brand nun ganz untätig wird: „Ich werde mich wahrscheinlich weiter als Nachbarschaftshelferin im Quartier engagieren. Außerdem habe ich sechs Enkelkinder, da habe ich schon zu tun.“

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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