Corona-Krise trifft zukünftige i-Männchen: Schuleingangsuntersuchungen nicht zu schaffen
3 von 4 Kindern werden in Dortmund untersucht

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die zukünftigen Erstklässler aus. Über 1.400 Kinder konnten noch nicht zur Schuleingangsuntersuchung in das Dortmunder Gesundheitsamt kommen. Nur rund  4.200 Untersuchungen werden von den Ärzten bis zum 1. Schultag zu schaffen sein.
  • Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die zukünftigen Erstklässler aus. Über 1.400 Kinder konnten noch nicht zur Schuleingangsuntersuchung in das Dortmunder Gesundheitsamt kommen. Nur rund 4.200 Untersuchungen werden von den Ärzten bis zum 1. Schultag zu schaffen sein.
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Von den 5.600 Erstklässlern, die im August eingeschult werden, schafft das Gesundheitsamt bis dahin nur rund 4.200 Kinder zu untersuchen. "Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Bindung personeller Ressourcen ist es nicht möglich, alle Schuleingangsuntersuchungen in der gewohnten Form durchzuführen", informiert Stadt-Sprecherin Katrin Pinetzki.
Es werden zwar weiterhin Termine vergeben, aber nur soweit die aktuelle Lage dies zulasse. "Von rund 5.600 Schuleingangsuntersuchungen für 2020/21 werden bis Schuljahresbeginn etwa Dreiviertel durchgeführt worden sein."

Kinder mit besonderem Bedarf 

Kinder mit besonderem Bedarf und Entwicklungsverzögerungen, von denen das Gesundheitsamt durch die am Übergang von der Kita zur Schule Beteiligten oder der Familien selbst Kenntnis erhalten hat, wurden bereits eingeladen. Es bestehe weiter die Möglichkeit, schulpflichtige Kinder bei Bedarf dem Gesundheitsamt zu melden, "auch nach Beginn des Schuljahres", fügt Pinetzki hinzu, "so dass noch reagiert werden kann, wenn im Laufe des Schuljahres Probleme deutlich werden."

Familien fragen Ärzte am Telefon

Um Kinder beim Schulstart zu unterstützen, wurde Familien angeboten, am Telefon Fragen zur Entwicklung und Gesundheit des Kindes zu klären. "Wenn nötig, erfolgt anschließend eine Einladung", erklärt die Stadt-Sprecherin. Schulärztinnen stehen außerdem mit Schulen in intensivem Kontakt.

Die 30- 40-minütigen Schuleingangsuntersuchungen können aufgrund des Coronavirus vorerst in eingeschränkter Form durchgeführt.  Zum Beginn jedes neuen Schuljahres werden Kinder schulpflichtig, die bis spätestens 30. September des Jahres sechs Jahre alt werden.

Zum Hintergrund: 

Gesund zu sein ist eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulbesuch. Dabei betrifft die Gesundheit nicht nur den körperlichen und seelisch-geistigen sondern auch wie die Motivation des Kindes und sein soziales Verhalten in der Gruppe. Im Auftrag des Gesetzgebers untersuchen Ärzte des Gesundheitsamtes deshalb jedes Kind, auch das chronisch kranke oder behinderte Kind, vor der Einschulung.
Die Mediziner machen sich ein Bild davon, ob ein Kind aus ärztlicher Sicht den Belastungen der Schule gewachsen ist. Sie beraten Schule und Eltern zur gesundheitlichen Situation und zum Förderbedarf des Kindes.

Vorzeitige Einschulung

Die Schuleingangsuntersuchung findet in der Regel nach Möglichkeit zeitnah zum 6. Geburtstag des Kindes statt. Hierzu lädt das Gesundheitsamt die Eltern schriftlich ein.
Ist ein Kind nach dem Stichtag 30. September geboren, und Eltern wünschen eine vorzeitige Einschulung, wenden sie sich an die Schulleitung der ausgesuchten Grundschule.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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