Es droht der Kältetod - Hilfe für Obdachlose ist einfach

Hilflose Person bei Eiseskälte? "Nur wer nichts macht, macht etwas falsch", sagt der Arbeiter-Samariter-Bund.Foto: ASB
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Mit Einzug der kalten Jahreszeit steigt die Gefahr auch in Dortmund, dass immer wieder Menschen unnötig erfrieren.

Das Gefährliche: Es braucht dafür keine hohen Minusgrade, wie viele glauben. Selbst Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt reichen aus, um sich im Freien stark zu unterkühlen und an den Folgen zu sterben. Besonders gefährdet sind dabei Obdachlose und Menschen, die sich unter starkem Alkoholeinfluss auf Parkbänken oder in Hauseingängen ausruhen und dabei einschlafen.

„Auch mit normaler Winterkleidung können Menschen bei Plustemperaturen bereits nach wenigen Stunden soweit unterkühlen, dass es gefährlich wird“, erklärt der Leiter Breitenausbildung beim Arbeiter-Samariter-Bund Dortmund Dennis Bedner. „Werden unterkühlte Personen nicht umgehend durch den Rettungsdienst versorgt, droht Bewusstlosigkeit oder sogar später der Tod.“
Ein Tod, der durch die Aufmerksamkeit der Bürger durchaus vermieden werden kann. Der größte Fehler, den man jetzt machen kann: Wegsehen, weitergehen und nichts tun. Dabei ist es so einfach, Zivilcourage zu zeigen und damit vielleicht sogar ein Leben zu retten.

„Einfach hingehen und denjenigen laut ansprechen. Reagiert die Person nicht, sollte man zumindest durch sanftes Rütteln an der Schulter versuchen, den Menschen aufzuwecken, sofern dies möglich ist.“ Doch was tun, wenn derjenige bereits bewusstlos oder so stark alkoholisiert ist, das er nicht mehr von allein auf die Beine kommt?

„Es gibt immer wieder Menschen, die sich in Sachen Erster Hilfe und Stabiler Seitenlage nicht mehr so sicher sind, weil der Erste-Hilfe-Kurs bereits einige Zeit zurückliegt. Doch nur wer nichts macht, macht etwas falsch. Unbedingt sofort die 112 anrufen und einen Notruf absetzen. Dabei bleiben, bis die Rettungskräfte eintreffen. Im Zweifelsfall hat man damit ein Leben gerettet. Und wer in Sache Erster Hilfe wieder fitter werden und einen Auffrischungskurs möchte: Dabei helfen wir vom ASB gern weiter."

www.dortmund.asbnrw.de

Autor:

Holger Schmälzger aus Dortmund-Süd

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