Goldgrube Elektroschrott: Edelmetalle in alten Handys

In ausrangierten Mobiltelefonen sind wahre Goldschätze verborgen. Damit wertvolle Rohstoffe nicht in der Müllverbrennungsanlage landen, müssen Altgeräte fachgerecht entsorgt werden.

Wenn alte Handys ausgedient haben oder bei der Vertragsverlängerung ein neues Modell lockt, landen viele von ihnen in der Schublade, auf dem Speicher oder im Keller. Dabei stecken in Mobiltelefonen Wertstoffe, die wiederverwendet werden können. Das Gehäuse besteht zum großen Teil aus Kunststoff, im Inneren kommen aber rund 30 Metalle, darunter auch Kupfer, Silber und Gold, zum Einsatz. Richtig recycelt werden aus alten Bauteilen wieder Rohstoffe, die sich industriell weiterverwerten lassen.

Zum Wegschmeißen zu schade

In Deutschland bleiben neugekaufte Smartphones lediglich zwei Jahre lang in Betrieb. Wird der Weiterverkauf mitberücksichtigt, kommen die Geräte auf durchschnittlich 2,5 Jahre Nutzungsdauer. Auch noch funktionstüchtige Geräte werden ausrangiert, wenn ein neues Handy her muss. Und das alte? Das ist eigentlich noch zu schade zum Wegwerfen, denken sich sicher viele. Eine Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM ergab, dass die Deutschen 2012 fast 86 Millionen alte Handys horteten. Verschenken, verkaufen, verschrotten – jede Alternative wäre sinnvoller, als das ungenutzte Mobiltelefon verstauben zu lassen. Deshalb empfiehlt BITKOM, Altgeräte in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen, um möglichst viele der verbauten Materialien wieder zu nutzen.

Gold und Silber in alten Handys

Ein gängiges Mobiltelefon enthält lediglich 250 mg Silber und 24 mg Gold. Obwohl die Mengen an Edelmetallen in einzelnen Geräten sehr gering sind, kommt doch ein bisschen Goldgräberstimmung auf. Bei 86 Millionen Handys ergibt das 21,5 Tonnen Silber und 2 Tonnen Gold, die im letzten Jahr in deutschen Schubladen schlummerten. Das sind nicht nur ungenutzte Ressourcen, sondern Schätze. Der Preis für einen 5 kg Silberbarren liegt auf goldsilbershop.de im 4-stelligen Bereich. Deshalb rufen Mobilfunk-Anbieter, Elektromärkte, aber auch Initiativen wie die Rohstoff-Expedition oder handysfuerdieumwelt.de regelmäßig zu Rücknahme-Aktionen auf.

Richtig recyceln

Um wertvolle Bestandteile alter Handys wiederverwerten zu können, müssen sie fachgerecht entsorgt werden. Deshalb gilt: Elektroschrott gehört nicht in den Hausmüll! Viele Mobilfunk-Anbieter arbeiten mit Entsorgungsunternehmen zusammen und nehmen Altgeräte in ihren Shops an. Das ist für Verbraucher unkompliziert und lässt sich sogar in der Mittagspause erledigen. Nicht nur alte Mobiltelefone, sondern jeglicher im Haushalt anfallender Elektroschrott kann in kommunalen Sammelstellen wie Recyclinghöfen abgegeben werden. Die Rücknahme ist in der Regel kostenlos.

Autor:

Nicole Donath aus Dortmund-City

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