Kober informiert per Video

Die Beratungsstelle Kober hilft Prostituierten, die aussteigen wollen. Sie gibt aber auch Hilfestellungen für Frauen, damit sich sicherer und gesünder arbeiten in der Prostitution können. Mit einem Café,  Streetworking und verschiedenen Hilfsangeboten sind die Beraterinnen vor Ort in der Nordstadt präsent.
  • Die Beratungsstelle Kober hilft Prostituierten, die aussteigen wollen. Sie gibt aber auch Hilfestellungen für Frauen, damit sich sicherer und gesünder arbeiten in der Prostitution können. Mit einem Café, Streetworking und verschiedenen Hilfsangeboten sind die Beraterinnen vor Ort in der Nordstadt präsent.
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Die Kommunikations- und Beratungsstelle Kober ist eine Einrichtung für Prostituierte. Sie berät sowohl Frauen, die aus der Prostitution aussteigen wollen oder es schon getan haben, als auch solche, die noch als Prostituierte arbeiten.
Die Beratungsstelle mitten im Prostitutionsmillieu in der Nordstadt bietet ein niedrigschwelliges Hilfsangebot für Frauen aus dem Rotlichtmilieu und reagiert damit flexibel auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Problemlagen dieser Klientel.
Die Organisation begleitet und unterstützt die Frauen, die in der Prostitution arbeiten und ist darauf bedacht, die mit der Prostitution verbundenen Risiken und Gefährdungen zu verringern.
Frauen, die aussteigen wollen, steht Kober bei der Neuorientierung mit Rat und Tat zur Seite. Hier gilt es vor allem, den Frauen zu helfen, eigene Ressourcen zu erkennen und einzusetzen und damit Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
Darüber hinaus unterstützt Kober auch Frauen, die einmal in der Prostitution tätig waren, solange die Hilfe erforderlich und gewünscht ist.
Vor Ort in der Nordstadt hat sich die Beratungsstelle seit nunmehr 25 Jahren als fester Bestandteil des sozialen Netzes etabliert. Seit den EU-Erweiterungen werden auch vermehrt Migrantinnen von der Beratungsstelle unterstützt und begleitet. Um diese Frauen auf das Angebot der Beratungsstelle in ihrer Muttersprache aufmerksam zu machen, haben Mitarbeiterinnen und Unterstützerinnen ein Video erstellt, so dass die Frauen über die Hilfemöglichkeiten informiert werden.
Dieses Video können die Streetworkerinnen bei der aufsuchenden Arbeit den Frauen zeigen oder auf die Homepage der Beratungsstelle verweisen (www.kober-do.de). Außerdem werden die Beratungs-Flyer mit einem QR - Code versehen, so dass die Frauen über diesen Code direkt zu Video weitergeleitet werden.
Das Medium hat den Vorteil, dass auch Frauen erreicht werden, die nicht lesen können und schafft zu gleich Nähe, da die Frauen durch die Bilder mit den Räumlichkeiten, den Personen und den Angeboten vertraut gemacht werden und somit die Hemmschwelle zum eines Besuches in der Beratungsstelle gesenkt wird.
Das Video wurde bereits in Bulgarisch, Türkisch und Englisch übersetzt, weitere Sprachen sollen folgen -deshalb sucht die Beratungsstelle noch Menschen, die sich engagieren möchten und folgende Sprachen beherrschen: Rumänisch, Polnisch, Ungarisch, Russisch oder andere Sprachen.
Das Angebot der Beratungsstelle hilft überall dort, wo die Frauen Unterstützung brauchen, sei es die Aufklärung über die Sperrbezirksverordnung und die Motivation zur Arbeit außerhalb des Sperrgebietes, Infos über Safer Sex und gesundheitsbewusstes Arbeiten in der Prostitution, Beratung bei Verhandlungen und Begleitung zu Ämtern und Behörden, Beratung zur sozialrechtlichen Absicherung, Hilfe bei der Wohnungssuche, bei gewalttätigen Übergriffen, aber auch bei Schulden und in persönlichen Krisen. Bei Notfällen sind die Mitarbeiterinnen fünf Tage in der Woche über einDiensthandy erreichbar.
Das Café in der Nordstraße 50 bietet ein offenes Frühstücksangebot montags und mittwochs von 10 bis 12 Uhr an. Jeden Montag ist eine Schuldnerberaterin im Café und berät Klientinnen kostenlos und ohne Terminvergabe. Jeden Dienstag ist in der Zeit von 18 bis 20 Uhr ein Arzt anwesend, der Frauen ohne Krankenversicherung kostenlos behandelt, HIV- und Syphilistests können anonym und kostenlos nach vorheriger Absprache gemacht werden.
Außerdem gibt Kober kostenlos Kondome an die Frauen ab und hilft mit Lebensmittel- und Sachspenden wie Haushaltsgeräten, Kleidung, Hygieneartikeln.
Die Frauen können aber auch einfach im Café zur Ruhe kommen, einen Tee oder Kaffe trinken oder die Toilette aufsuchen.
Über all diese Angebote hinaus ist Kober auch auf der Straße unterwegs: bei der täglichen aufsuchenden Arbeit zu unterschiedlichen Tageszeiten bieten die Mitarbeiterinnen Kurzberatungen an, aus der sich spontan ein Beratungsgespräch in der nahegelegenden Beratungsstelle ergeben kann.

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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