Lichtpolizei ist unterwegs

Wieviel Licht brennt in der Kita, wenn die Kinder  schon zu Hause sind? Diese Frage konnte die Kita in der Kuithanstraße mit Hilfe der Nachbarn im Seniorenhaus klären.
  • Wieviel Licht brennt in der Kita, wenn die Kinder schon zu Hause sind? Diese Frage konnte die Kita in der Kuithanstraße mit Hilfe der Nachbarn im Seniorenhaus klären.
  • Foto: Spar- und Bauverein
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Wir lassen das Licht brennen, auch wenn niemand mehr im Raum ist oder die Türen offen, obwohl die Heizung läuft: Viele Erwachsene und auch Kinder gehen weder bewusst mit Strom um noch sparen sie Energie.

Die Kinder der Kita in der Kuithanstraße wollten das ändern und gründeten deshalb eine Lichtpolizei. Gemeinsam mit den Bewohnern des seniorengerechten Neubaus des Spar- und Bauvereins beleuchteten sie ihren Lichtverbrauch.

Zu dieser Veranstaltung hatte die Kita der Fabido an der Kuithanstr. eingeladen; getroffen haben sich die Bewohner und die Lichtpolizei in dem Neubau-Gemeinschaftsraum der Spar- und Bauverein eG in der Kuithanstraße 42. Unterstützt wurde die Aktion von Sabine Bracht von der Diakonie und Nicole Brückner vom Spar- und Bauverein.

In der Kita werden den Kinderrechten „freie Meinungsäußerung“ und „Mitspracherecht im Alltag“ in verschiedenen Gremien besondere Beachtung geschenkt. Ein Gremium davon ist der gewählte Kinderrat, der aus fünf Kindersprechern plus Stellvertreter im Alter von fünf bis sechs Jahren besteht.
Der Kinderrat der Kindertageseinrichtung hat aufgrund der hohen Stromkosten beschlossen, in jeder Gruppe durch einen oder zwei Lichtpolizisten den Umgang mit Licht zu kontrollieren. Seitdem wird zum Beispiel das Licht ausgeschaltet, sobald der letzte den Raum verlässt.

Doch auf die Frage „Wie viel Licht brennt bei uns in der Kindestagesstätte, wenn die Einrichtung geschlossen ist?“ hat, konnten die Kinder keine Antwort finden. Deshalb überlegten sie, ihre unmittelbaren Nachbarn zu fragen.

Da die Kita, die Bewohner des Seniorenhauses und die Diakonie ohnehin schon regelmäßig viele gemeinsame Aktionen veranstalten, konnte auch schnell ein Termin für die Lichtpolizei gefunden werden. Sabine Bracht von der Diakonie moderierte die Veranstaltung, bei der sieben Lichtpolizisten und einige Anwohner eine Stunde lang gemeinsam verschiedene Spartechniken zum Thema Licht diskutierten. Die Kinder erhielten auch eine Antwort auf die Frage, wie viel Licht brennt, wenn sie nicht da sind, nämlich gar keins. Aber der Bewegungsmelder am Eingang der Kita muss wohl neu eingestellt werden, denn das Licht bleibt sehr lange eingeschaltet.

Am Ende gingen alle Beteiligten mit neuen Tipps zufrieden auseinander und eine neue Aktion haben die Kinder auch schon im Visier: Sie wollen in der Kindertagesstätte einen Tag lang ganz ohne Strom auskommen.

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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