Wohnprojekt in Hörde
Mitbewohner für Altes Polizeirevier gesucht

Wünschen sich nette Mitbewohner: (v.l.) Christoph Klein, Angela Roelofsen, Evi Müllenberg,  Rose Marie Neuhaus sowie Inga und Jens Lührs
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  • Wünschen sich nette Mitbewohner: (v.l.) Christoph Klein, Angela Roelofsen, Evi Müllenberg, Rose Marie Neuhaus sowie Inga und Jens Lührs
  • Foto: Schwalbert
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Für ein Mehrgenerationenhaus sucht die Hörder Initiative „Wir aufm Revier“ noch Mitbewohner. Die Gruppe  plant genossenschaftliches Wohnen in der ehemaligen Polizeiwache an der Alten Benninghofer Straße 16-18 und wird sich dem Verein W.I.R. e.V. anschließen.

In Zeiten ständig steigender Mieten ist es gar nicht so einfach, schöne Wohnungen in einer guten Lage zu einem akzeptablen Preis zu bekommen. All das bietet „Wir aufm Revier“, und noch mehr: Die Gruppe plant das, was früher einmal selbstverständlich war: Eine funktionierende Hausgemeinschaft, in der man sich auch gegenseitig hilft, egal ob jemand kurzfristig zum Babysitten sucht, ob man dem Nachbarn eine Kleinigkeit vom einkaufen mitbringt oder sich regelmäßig zum gemeinsamen Kochen und Klönen trifft. „Der Fokus liegt auf guter Nachbarschaft, es liegt immer an dem, was die Leute an Wünschen und Fähigkeiten mitbringen“, meint Evi Müllenberg. Wenn sich bald genügend Mitmieter finden, könnte das Haus schon Ende 2020 bezugsfertig sein.

Rose Marie Neuhaus, Christoph Klein, Jens und Inga Lührs, Angela Roelofsen und Evi Müllenberg haben sich schon für diese gemeinsame Wohnform entschieden, bei der aber jede Partei eine eigene abgeschlossene Wohnung hat. Sie alle haben sich ausführlich und lange darüber informiert, bevor sie sich für das Mehrgenerationen-Wohnen entschieden haben,

Sie suchen weitere Interessenten, denn 18 Wohnungen in der alten Polizeiwache sind noch zu haben. Sie reichen von kleinen Apartments für Alleinstehende, z.B: Studenten, bis zu großen Familienwohnungen mit mehr als hundert Quadratmetern.

Interessenten können nicht nur mitbestimmen, wie die Art des gemeinsamen Wohnens aussehen soll, sie können auch beim Grundriss der Wohnungen mitentscheiden. Solche Schnäppchen, mitten in Hörde und nicht weit vom Phoenix-See, mit einer bezahlbaren und festgeschriebenen Miete und Wohnrecht auf Lebenszeit, die sollten ruckzuck weg sein, doch ganz so einfach ist der Einzug dann doch nicht:

„Natürlich müssen die Interessenten mit der Wohnform einverstanden sein und in unsere Gruppe passen“, erklärt Rose Marie Neuhaus. „Wir haben schon einige Treffen mit Interessenten gehabt“, doch nach einiger Zeit haben beide Seiten gemerkt, dass es doch manchmal irgendwo hakt.

Außerdem muss jeder Mitmieter Genossenschaftsmitglied werden. Dafür ist eine Einlage in das Kapital der Dachgenossenschaft erforderlich. „Das Geld ist aber nicht weg, sondern es bleibt als Einlage bestehen – beim Auszug bekommt man es zurück“, erläutert Inga Lührs. „Wer jetzt soviel Eigenkapital nicht aufbringen kann, kann sich das Geld über ein zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW leihen“, ergänzt sie.

40 Prozent der geplanten Wohnungen gehen an Personen, die einen A/B-Wohnberechtigungsschein bekommen können, „und das sind mehr Menschen, als man so allgemein glaubt fast 50 Prozent der Mieter in Dortmund haben darauf Anspruch“, sagt Inga Lührs.

In Dortmund gibt es schon mehrere Projekte dieser Art, die vom Verein „W-I.R. e.V. (Wohnen innovativ realisieren)“ begleitet werden. „Das Konstrukt hat sich schon bewährt“, sagt Jens Lührs. Außerdem schlüpft das neue Projekt unter das Dach einer bereits existierenden Genossenschaft, der Ko Operativ eG in Bochum, die sich speziell für Wohn- und Quartiersprojekte in NRW gegründet hat. Jens und Inga Lührs ziehen aus der Innenstadt nach Hörde. „Ganz bewusst, auch in diese Wohnform. Wir haben hier in Hörde eine gute Infrastruktur, alle Geschäfte sind vor Ort, es gibt einen funktionierenden Ortskern. Und den See nah der Haustür.“ Tatsächlich hat man sogar von einigen Wohnungen aus Seeblick.

Was hat das Haus sonst noch zu bieten: Der Architekt (Büro Post & Welters) plant als eine der markanten Gemeinschaftseinrichtungen einengroßen Dachgarten, daneben steht ein Gemeinschaftsraum für Treffen zur Verfügung. Alle Wohnungen werden barrierefrei,in dem mehr als tausend Quadratmeter großen Hinterhof wird Platz für Gartenflächen und Carports für die Autos geschaffen, es entstehen große Terrassen und Balkone. Auf dem Spielplatz können die Kinder sicher spielen. Durch die vorherige Büronutzung haben die Räume viele und große Fenster, die Wohnungen werden hell und freundlich.

Ansprechen möchte die bestehende Gruppe nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Familien und Alleinerziehende mit Kindern. Dort könnte man den Wohnraum variabel anpassen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Wer sich jetzt als „junggebliebener jeden Alters“ für das Mehrgenerationen-Wohnen interessiert, kann entweder zu den monatlichen Gruppentreffen kommen oder sich vor Ort informieren. Kontakt: wir-aufm-revier@googlegroups.com.

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