Neu: MRT schafft Untersuchung ohne Angst

Die Fundraising-Kampagne für den Kinder-MRT organisierte Dr. Martina Klein (4.v.l.), Adolf Winkelmann (2.v.r.) sorgte für Blumenwiese und Unterwasserwelten. Über die Einweihung freuen sich u.a. OB Ullrich Sierau(3.v.r.) und Dr. Dominik Schneider (r.)
  • Die Fundraising-Kampagne für den Kinder-MRT organisierte Dr. Martina Klein (4.v.l.), Adolf Winkelmann (2.v.r.) sorgte für Blumenwiese und Unterwasserwelten. Über die Einweihung freuen sich u.a. OB Ullrich Sierau(3.v.r.) und Dr. Dominik Schneider (r.)
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Schon viele Erwachsene fürchten die Untersuchung in der engen, dunklen und lauten Röhre. Wie furchterregend muss der MRT erst für kleine Patienten sein?

Dass die Kinder, die in der Kinderklinik untersucht werden müssen, demnächst ganz entspannt in der Röhre liegen können, haben sie einer einmaligen Aktion zu verdanken:

In einer Rekordzeit von nur eineinhalb Jahren hatten die Dortmunder rund eineinhalb Millionen Euro für das Kinder-MRT gesammelt, 550 000 Euro steuerte das Land bei. Die kleinste Spende betrug zwei Euro, die größte 100 000 Euro, 1200 Spender waren an der Aktion beteiligt, viele Firmen unterstützten die Aktion.

Jürgen Klopp als Schirmherr

Jürgen Klopp, damals noch BVB-Trainer, wurde Schirmherr, und die Fundraiserin am Klinikum, Dr. Martina Klein, wurde inzwischen für ihre beispielhafte Arbeit mit gleich zwei Preisen ausgezeichnet. Prof. Adolf Winkelmann entwarf ganz spezielle Bilder- und Geräuschwelten für den Raum, so dass die Kinder nun bei der Untersuchung ganz nach Wunsch von einer Blumenwiese, von Unterwasserwelten, dem Weltall oder Tierszenen umgeben sind.

"Weltweit einmalig!"

Entsprechend groß war die Freude und das Lob über diesen ganz neuen Ansatz, der die Medizin aus der Sicht des Patienten weiterentwickelt. „Zwar gab es als Vorbild das Kinder-MRT in Chicago, doch was wir jetzt durch die Bilder von Adolf Winkelmann haben, ist wohl weltweit einmalig“, freute sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau bei der Einweihung.

Ministerin: herausragendes Beispiel

„Ein herausragendes Beispiel für patientenorientierte Medizin beim Einsatz hochmoderner Technik“, nannte Gesundheitsministerin Barbara Steffens das Konzept. „Da bleibt nur zu wünschen, dass diese konsequente Ausrichtung auf den Patienten auch in vielen anderen Bereichen der Medizin Schule macht“, so Steffens weiter und dachte bereits die weitere Verwendung des MRT beispielsweise bei demenzkranken Patienten an.

Reglos in der Röhre liegen

Ein MRT (Magnetresonanztomograph oder Kernspintomograph) liefert detaillierte Bilder von Organen, Knochen und Gewebe, ohne dass gefährliche Strahlung eingesetzt wird. Allerdings müssen die Patienten für längere Zeit regungslos in einer engen Röhre liegen.

Offenes Kinder-MRT

Der Kinder-MRT hat im Gegensatz zu einem herkömmlichen Gerät eine offenere Röhre, so dass eine erwachsene Person neben dem Kind liegen kann. Die Geräusche sind auf ein leises Grundrauschen reduziert, und die Kinder können während der Aufnahmen Videos ansehen.

Eintauchen in Wasserwelt

In welche Welt sie eintauchen möchten, entscheiden die Kinder selbst und erlangen damit eine gewisse Autonomie. Zur Vorbereitung der Untersuchung können die Kinder ein originalgroßes Modell des MRT selbst erkunden, sich an das Liegen darin gewöhnen und eine eigene Vorstellung davon entwickeln, wie die Untersuchung abläuft.

Weniger Narkosen

Das Projekt wird vom Klinikum wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. So soll etwa dokumentiert werden, in welchem Umfang durch das neue Konzept die Zahl der Narkosen reduziert werden kann.

Das hob auch Dr. Dominik Schneider, der Leiter der Kinderklinik,hervor, und erzählte die Geschichte der vierjährigen Emma, die vor Jahren schwer erkrankte: „ 27 Mal musste Emma zur Kernspinuntersuchung. Beim ersten Mal bekam sie eine Zeitschrift geschenkt, in der ein Keksrezept abgedruckt war.“ Fortan gab es zu jeder MRT-Untersuchung auch die ‚MRT-Kekse‘ als Motivation.

"Das geht doch besser!"

Schirmherr Jürgen Klopp meldete sich berufsbedingt per Videobotschaft und konstatierte: „Das hat mir einen Riesenspaß gemacht. Und wenn jetzt einer sagt, das geht nicht besser, dann sage ich: Das geht doch besser! Die nächste Spendenaktion fängt an.“ Bei der neuen Aktion geht es nicht um ein medizinisches Gerät, sondern um den Bau eines Familien- und Freunde-Hauses für die Kinderklinik. Mal sehen, wie schnell das dieses Mal geht....

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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