Neuorientierung auf dem Markt

Anfang Oktober sind rund 80 ehemalige Schlecker-Mitarbeiter nicht mehr arbeitslos gemeldet. Gut die Hälfte von ihnen hat eine neue Beschäftigung gefunden. Rund sechs Monate sind seit der ersten Entlassungswelle der insolventen Drogeriemarktkette vergangen. 126 Frauen meldeten sich damals in Dortmund arbeitslos. In der zweiten Entlassungswelle ab Juni kamen weitere 53 Frauen dazu.
„Wir haben von Anfang an auf eine sehr individuelle Betreuung gesetzt. Schon in der ersten Woche hatten die Bewerberinnen ihr persönliches Gespräch mit einer Vermittlungsfachkraft. Seitdem bestehen enge Kontakte und es finden regelmäßige Gespräche statt. Doch die Neuorientierung auf einem auch nicht ganz einfachen Arbeitsmarkt braucht Zeit“, betont Arbeitsagenturchefin Astrid Neese.
Aktuell werden noch 97 Personen von der Arbeitsagentur betreut. Dass der zeitliche Faktor eine große Rolle spielt, lässt sich daran erkennen, dass aus der ersten Entlassungswelle bereits ein Viertel eine neue Arbeitsstelle hat, während dies bei der späteren Entlassungswelle erst bei einem Fünftel der Fall ist.
Bei der Vermittlung der Verkaufskräfte wird die Arbeitsagentur vom Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland unterstützt. Thomas Schäfer, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands, unterstreicht: „Der Einzelhandel mit seinen vielfältigen Bereichen konnte bereits einem Teil der Betroffenen eine neue Perspektive bieten. Auch weiterhin suchen viele Unternehmen regelmäßig neue Mitarbeiter und greifen hierbei gerne auf ausgebildete Fachkräfte zurück, wenn sie denn in das Personalgefüge passen. Zudem bleibt der Handel wie andere Branchen nicht unberührt von der Verunsicherung durch den Fortgang der Schulden-Krise und ist entsprechend zögerlich mit Einstellungen.“
Bei Arbeitgebern, die ehemalige Beschäftigte des Drogeriekonzerns eingestellt haben, fällt die Bewertung der neuen Mitarbeiter positiv aus. So sagt Tanja Schulenburg vom Lebensmittelmarkt Rewe Schulenburg: „Unsere zwei neuen Mitarbeiterinnen zeigen sehr viel Engagement und beißen sich durch, obwohl es in einer für sie neuen Branche nicht einfach ist. Sie können zunächst ausschließlich an der Kasse eingesetzt werden, ich bin aber sicher, dass wir darauf aufbauen können.“
Bei der Dortmunder Filiale eines Möbelmarktes, bei dem zwei frühere Schlecker-Mitarbeiter jetzt an der Kasse und im Verkauf arbeiten, fällt das Fazit trotz einer „sehr intensiven Einarbeitung, die erforderlich war“ ebenfalls positiv aus.
Insgesamt hat rund ein Viertel der ehemaligen Schlecker-Beschäftigten keine abgeschlossene Berufsausbildung.

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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