Sofort beim Badeunfall helfen

Fast 400 Menschen starben 2014 bundesweit bei Badeunfällen, lebensrettend ist Soforthilfe.
  • Fast 400 Menschen starben 2014 bundesweit bei Badeunfällen, lebensrettend ist Soforthilfe.
  • Foto: Jan Dommel/ Johanniter
  • hochgeladen von Antje Geiß

Kaum steigt das Thermometer pilgern Dortmunder Sonnenanbeter an den Kanal oder ins Freibad. Doch viele unterschätzen die Gefahren im Wasser: 392 Menschen ertranken laut DLRG 2014.

Unter den Opfern sind vier Mal so viele Männer wie Frauen. Dabei ist ein großer Teil der Badeunfälle vermeidbar. „Mutproben wie Kopfsprünge in unbekannte Gewässer, zu viel Alkohol oder das Überschätzen der eigenen Kräfte führen häufig zu lebensgefährlichen Situationen im Wasser", sagt Dr. Clemens Dobis, Landesarzt bei den Johannitern. Besonders gefährdet sind Kleinkinder – für sie wird selbst ein Gartenteich oder ein flaches Planschbecken zur Todesfalle, wenn sie dort unbeaufsichtigt spielen.

Sofort Rettungsdienst alarmieren

Gerät ein Mensch im Wasser in Not, sollten Helfer zuallererst den Rettungsdienst über Telefon 112 alarmieren. „Retter bringen sich leicht selbst in Gefahr, wenn sie versuchen, Ertrinkende aus dem Wasser zu ziehen, sofern sie keine ausgebildeten Rettungsschwimmer sind", warnt Dr. Dobis. „Direkten Körperkontakt sollte man nach Möglichkeit vermeiden, denn in seiner Angst kann der Ertrinkende um sich schlagen oder durch Klammern den Rettenden unter Wasser ziehen. Lieber sollte man der Person einen schwimmenden Gegenstand reichen, am besten einen Rettungsring, und sie dann an Land ziehen.“

Schnelle Erste Hilfe ist lebenswichtig:

„Bewusstlose, die normal atmen, werden in die stabile Seitenlage gebracht. Dafür wird der Kopf überstreckt, der Mund geöffnet und das Kinn auf dem Handrücken abgelegt. Das untere Knie ist angewinkelt. Dann die Atmung regelmäßig überprüfen", erläutert Dobis. „Wenn der Gerettete nicht oder nicht normal atmet, beispielsweise sehr langsam und schnappend, müssen Ersthelfer sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen, bis der Rettungsdienst eintrifft."

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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