Suizidprävention online

Die Projektleiterin Laura-Maria Lintzen (unten rechts) und den Geschäftsführer des SkF e.V. Dortmund, Alwin Buddenkotte, (oben links) mit den frisch ausgebildeten Beratern des Projekts [U25].
  • Die Projektleiterin Laura-Maria Lintzen (unten rechts) und den Geschäftsführer des SkF e.V. Dortmund, Alwin Buddenkotte, (oben links) mit den frisch ausgebildeten Beratern des Projekts [U25].
  • Foto: Anna Petri/SkF
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Das Dortmunder Beratungsangebot [U25] Online-Suizidprävention ist nun vollständig aufgebaut. Jetzt erhielten die zehn jungen Frauen und Männer der dritten Peer-Gruppe im Rahmen eines Festakts ihre Zertifikate, die sie als ehrenamtliche Berater für das Projekt [U25] qualifizieren. Damit haben sie ihre sechsmonatige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und unterstützen ab sofort hilfesuchende Kinder und Jugendliche via Mail in Konfliktsituationen. Das Online-Beratungsangebot [U25] wendet sich konkret an junge Menschen, die keine Lebensperspektive mehr sehen und sich mit dem Gedanken an einen Suizid beschäftigen.

In einer kurzen Rede dankte Alwin Buddenkotte, Geschäftsführer des SkF e.V. Dortmund, den Peers ausdrücklich für ihr ehrenamtliches Engagement und wünschte ihnen viel Erfolg. Es sei in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit, dass junge Menschen in ihrer Freizeit zu solch einer verantwortungsvollen Aufgabe bereit seien, umso mehr freue er sich, die jungen Frauen und Männer im Team zu begrüßen.

Auch Projektleiterin Laura-Maria Lintzen gratulierte den jungen Peers ganz herzlich zur abgeschlossenen Beraterausbildung. „Mit der Ausbildung der dritten Peer-Gruppe ist der Standort Dortmund nun vollständig aufgebaut“, berichtet sie. Insgesamt wurden in den vergangenen anderthalb Jahren 33 Peers ausgebildet, von denen aktuell 27 in der Beratung aktiv sind.

Seit die ersten Peers die Mailberatung bei [U25] übernommen haben, wurden bereits rund 170 Hilfesuchende betreut. [U25] gibt es deutschlandweit in mittlerweile zehn Städten. Denn Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen ist nach wie vor ein akutes Thema. Jedes Jahr sterben in Deutschland zwischen 500 und 600 junge Menschen durch eigene Hand. Umso wichtiger ist es, dass mit [U25] ein Angebot geschaffen wurde, durch das die Jugendlichen in ihren entsprechenden Lebenskrisen unterstützt werden.

Und zu wissen, dass man Jugendlichen, die sich in einer scheinbar ausweglosen Situation befinden, dabei helfen kann, wieder neuen Lebensmut zu finden, das ist für die zehn frischgebackenen Peers die schönste Motivation.

Hintergrund:

Seit April 2016 bietet der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Dortmund mit dem Online-Beratungsangebot [U25] Suizidprävention anonyme und kostenlose Online-Begleitung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an, die über einen Suizid nachdenken und Hilfe bei der Bewältigung ihrer aktuellen Krisensituation benötigen.

Das Besondere: Durchgeführt wird die Beratung via Mail von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, den „Peers“, die aufgrund ihres Alters eine größere Nähe zur Lebenswirklichkeit der jungen Ratsuchenden besitzen, als dies bei älteren Beratenden der Fall wäre. Die Peers durchlaufen ein Bewerbungsverfahren und eine viermonatige Ausbildung, die sie intensiv auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Auch nach Abschluss der Ausbildung nehmen sie an regelmäßigen Supervisionstreffen teil.

Das Projekt [U25] Dortmund ist an die Erziehungsberatungsstelle des SkF e.V. Dortmund angebunden. Finanziert wird es für drei Jahre über die Aktion Mensch sowie über Eigenmittel des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn.

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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