Hansemarkt vom 3.bis 7. November täglich von 11 bis 21 Uhr in der Dortmunder City- Sonntag von13 - 18 Uhr verkaufsoffen
Marktspektakel wie im Mittelalter

Im Mittelalter war der Dortmunder Markt rund um die Kirchen einer der größten in Westfalen. 2021 wird er von einem verkaufsoffenen Sonntag begleitet.
  • Im Mittelalter war der Dortmunder Markt rund um die Kirchen einer der größten in Westfalen. 2021 wird er von einem verkaufsoffenen Sonntag begleitet.
  • Foto: Dastin Rüschhoff
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Der Hansemarkt in der Dortmunder Innenstadt ist ein alljährliches Spektakel mit zahlreichen Händlern und Akteuren aus ganz Deutschland. Er greift die jahrhunderte alte Tradition des Stadtmarktes auf. Und er findet noch immer an historisch bedeutsamer Stelle statt, denn der Dortmunder Markt ist einer der größten Märkte im Mittelalter gewesen: Der Markt in Dortmund blickt auf eine über tausend Jahre alte Tradition zurück. So war er damals Dreh- und Angelpunkt für den öffentlichen Handel in Westfalen.

Er war sogar einer der wichtigsten Märkte im damaligen Reich und teilte sich seine hochangesehene Position mit den namhaften Märkten der Städte Mainz und Köln. Die Märkte fanden damals als Jahrmärkte statt, die nur einmal jährlich um die Kirchen herum verteilt stattfanden. Erst später wurde der Marktplatz erschaffen, so wie wir ihn heute kennen.

Aus Jahrmärkten wurden Wochenmärkte

Über die Zeit hinweg - insgesamt über 700 Jahre des regen Handelns - kristallisierte sich aus dem damaligen Jahrmarkt, welcher zwischenzeitlich 2-malig pro Jahr stattfand, der heutige Wochenmarkt heraus. Wurden die Waren früher nur an offenen Ständen preisgeboten, ging man später dazu über, Verkaufsbuden und sogar Verkaufshäuser einzuführen. Der Geschäftsverkehr wuchs stetig und ist in erster Linie dieser Entwicklung zu verdanken.

Veränderungen in der City

In den späten 50er Jahren verlegte man den Wochenmarkt außerdem in die Prinzenstraße. Der Marktplatz gilt bis heute als einer der schönsten Marktplätze Deutschlands. So war es nicht immer, ursprünglich grenzte der Markt sogar bis an den Hellweg, denn viele Bauten zwischen dem Markt und dem Westenhellweg kamen erst viel später hinzu. Außerdem grenzte er an das Richthaus und an den Marienkirchhof.

Versorgung durch lokale Bauern

Die Händler und Kaufleute waren zumeist Bauern aus dem näheren ländlichen Umfeld, die auf dem Marienkirchhof ihre Waren preisboten. Der Marienkirchhof-Markt bekam deshalb auch den Namen "Butter- und Geflügelmarkt". Am Wirtshaus "Zum Drachen" befand sich außerdem noch ein kleiner Fleischmarkt. Er verschwand mit dem Hansastraßendurchbruch in den Jahren 1902 bis 1906 und wurde schließlich auf den Hansaplatz verlegt, der ab dann auch als Marktplatz genutzt wurde.

Der Markt wächst

Der größte Andrang herrschte ab der Erschaffung des großen Platzes zwischen Reinoldikirche und Rathaus. Der Markt fand zunächst immer Mittwochs statt. Dann, im 16. Jahrhundert, kam der Samstag als weiterer Markttag hinzu. Außerdem wurden offizielle Marktzeiten festgelegt, die ab diesem Zeitpunkt an mit einer Glocke eingeläutet wurden.

Gute Anbindung an Handelsstraßen

Dem starken Andrang verdankte der Wochenmarkt inbesondere den Handelsstraßen Hellweg und Münster-Köln. Der guten Anbindung wegen hausierten auch viele Durchreisende in der Nähe des Marktes und brachten so viele Neuigkeiten mit. Außerdem reisten viele Schausteller wie Gaukler und Hausierer auf der Suche nach guten Einnahmequellen oder Unterkünften über die Märkte.

Wochenmarkttage traditionsgemäß

Der Wochenmarkt findet noch immer statt und wieder an historisch bedeutsamer Stelle am Rathaus. Und zwar immer mittwochs und samstags, wie traditionell. Viele Händler und Kaufleute bieten ihr reichhaltiges Sortiment an qualitativ hochwertiger Ware an.

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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