BVB-Fans feiern ihre Helden von Berlin

Fünf Stunden lang rollt der BVB-Truck durch ein schwarz-gelbes Meer von Fußballfans, bevor er eine Stunde später, als geplant, das U erreicht.
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  • Fünf Stunden lang rollt der BVB-Truck durch ein schwarz-gelbes Meer von Fußballfans, bevor er eine Stunde später, als geplant, das U erreicht.
  • Foto: Schütze
  • hochgeladen von Antje Geiß

Schwarz-gelbeTrikots, Schals und Fahnen tauchen Dortmund in ein Farbenmeer. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, um ihre Meister zu feiern. Das grandiose Double-Team zieht hunderttausende Fußballfans zum Korso. Und während die BVB-Anhänger auf dem Friedens- und Hansaplatz vor der großen Leinwand den schwarz-gelben Truck mit der jubelnden Meister-Mannschaft durch die Nordstadt rollen sehen, lassen die Fans auf dem Borsigplatz die Fahnen wehen.
Shinji Kagava schleudert am Ostwall eine Fahne über den Ampelmast und Roman Weidenfeller wirft den begeisterten Fans Schals zu. Immer wieder lassen sich die gefeierten Spieler Trikots und Eddings anreichen, unterschreiben Shirts und Kappen.
Der Auto-Korso zur BVB-Meisterschaft begann zwar erst um 18.09 Uhr. Aber schon um 17.15 Uhr ist der Borsigplatz rappelvoll, ein schwarz-gelbes Meer aus Fans. Um eine gefährliche Überfüllung zu vermeiden, baten die Organisatoren noch eintreffende BVB-Fans an die Korso-Strecke auszuweichen. Damit alle BVB-Fans wirklich einen Blick auf den Meistertruck werfen können. Und das konnten sie:

Hautnah erleben Fans ihre Helden

Kapitän Kehl reckt links auf dem Truck die Meisterschale den Fans entgegen, während Team-Kollege Mario Götze den rechts den Pokal hochhält. Hautnah erleben zigtausende Fans ihre Helden. Kameras laufen, Handys werden gezückt, immer wieder werden Bengalos und Feuerwerk gezündet. Und viele Fans genießen den Korso so sehr, dass sie stundenlang mitlaufen, um nicht nur einmal ihren Pokalsiegern zuzujubeln. "You never walk alone", ertönt am Südwall, Santana tanzt und Neven Subotic sitzt ganz oben und grinst glücklich in die Menge. "So ein Tag, so wunderschön, wie heute!", singt ein Fan. Und ein anderer klopft ihm auf die Schulter, "was heißt heute? - Das war die Hammer-Saison!"

Sensationeller Sieg

Schon nach dem sensationellen Sieg der Borussia in Berlin gegen die Bayern stand die City Kopf. Bierduschen auf dem Friedensplatz, wehende schwarz-gelbe Schals, feiernde Fans setzten sich auf die Kreuzungen, machten eine Polonaise über den Platz und sangen die BVB-Hymnen.

Riesen-Stimmung herrschte beim Pokalfinale nicht nur openair auf den Plätzen, sondern auch in der Westfalenhalle, wo 12000 Fans das DFB-Endspiel verfolgten. Bereits um 19 Uhr mussten die Türen geschlossen werden, weil die Maximalkapazität erreicht war. Schon mittags waren die ersten BVB-Fans eingetroffen. Obwohl die Stimmung deutlich spektakulärer und aufgeheizter war als beim Public Viewing zum Liga-Finale am Samstag zuvor, freuen sich die Veranstalter, dass es keine besonderen negativen Vorfälle gab.

Der größte Erfolg in der Vereinsggeschichte des BVB wurde am Samstagabend in der City ausgelassen, aber absolut friedlich gefeiert. Das Ordnungsamt hatte zur Überwachung des Glasverbotes und für Sperrmaßnahmen am Alten Markt 92 Sicherheitsmitarbeiter im Einsatz.

Volle Public Viewing Plätze

Alle Public Viewing-Plätze wurden sehr gut angenommen. Das Konzept der und Verteilung auf mehrere Flächen war erfolgreich. Und doch hatte der Friedensplatz den größten Zulauf. Er war bereits eine Stunde vor Anpfiff nahezu vollständig gefüllt war. Und doch musste das ordnungsamt keinen der Plätze sperren. Zwar war gegen 21.30 Uhr waren die Kapazitätsgrenzen des Friedensplatzes (8.400), des Hansaplatzes (6000) und des nördlichen Reinoldikirchplatzes (1000) erreicht, doch strömten dann auch keine Fans mehr zu den Leinwänden. Der Alte Markt füllte sich nach Spielende nur mäßig. Zu Spitzenzeiten gegen 23 Uhr feierten hier 2.500 BVB-Fans.

Bewährt hat sich das Glasverbot. Dies bestätigten auch die geringen Behandlungszahlen durch die Feuerwehr und den Rettungsdienst. Und es wurden Samstagabend auch weniger Bengalos abgebrannt, als bei der
Meisterfeier. Mit neun Brandeinsätzen und 96 Rettungsdiensteinsätzen war nur ein leicht erhöhtes Einsatzaufkommen für die Feuerwehr gegenüber ganz normalen Samstagen in der City zu verzeichnen. Das DRK versorgte 69 Fans und transportierte 20 Personen, wobei es keine Behandlungen aufgrund von Pyrotechnik gab.

Fest war voller Erfolg

Nur acht Personen mussten von der Polizei in Gewahrsam genommen werden. Es gab 17 Strafanzeigen wegen Verwendung pyrotechnischer Effekte und einige wenige weitere polizeiliche Maßnahmen, aus denen sich insgesamt 40 Platzverweise ergaben.
Nach dem Abpfiff in Berlin wurde der Wallring kurz für einen Autokorso und feiernde Fans gesperrt. Und auch aus Sicht der Schausteller war das BVB-Wochenende ein voller Erfolg mit Fans in fröhlicher Feierlaune.
Um eine bessere Sciht auf die Korso-Strecke zu bekommen mussten Polizisten Fußballfans von den Brücken an der Weißenburger/Osterholzstraße sowie der Leuthardstraße holen. Insgesamt reisten am Sonntag zum Korso rund 20.000 Fans über den Hauptbahnhof an.

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