Zur Diskussion um Kunstrasenplätze
Kork und Sand als Lösung

Kork und Sand statt Mikroplastik, darauf setzt der TSC Eintracht auf dem Kunstrasenplatz an der Victor-Toyka-Straße und hat damit gute Erfahrungen gemacht.
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  • Kork und Sand statt Mikroplastik, darauf setzt der TSC Eintracht auf dem Kunstrasenplatz an der Victor-Toyka-Straße und hat damit gute Erfahrungen gemacht.
  • Foto: Andreas Klinke
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Angesichts der EU-Pläne, zukünftig Mikroplastik-Granulat auf Kunstrasenplätzen zu verbieten, hat die Landesregiereung jetzt betont, dass dies nicht bedeute, dass bestehende Plätze erneuert werden müssten. Auf eine umweltfreundliche Lösung setzt Dortmunds mitgliederstarker TSC Eintracht an der Victor-Toyka-Straße:
"Bereits seit 2012 nutzen wir Kork und Sand als Verfüllung für unsere Kunstrasen-Fußballplätze", berichtet Vereinssprecher Andreas Kranich, dass es damit bislang keine Probleme gebe. "Lediglich bei extremem Regen werden Kügelchen an die Seite des Platzes gespült. Dies ist aber bei Mikro-Granulat-Verfüllungen ebenso der Fall."
Auch bei "Nachfüllungen" von Kunstrasenplätzen im Amateurfußball setzte die Stadt bereits auf Kork, informiert die Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann.

"Kein Platz wird gesperrt"

Es wird kein Kunstrasenplatz gesperrt“, versichert sie, "kein Sportverein muss Sorge haben, dass auf Dortmunder Kunstrasenplätzen nicht mehr Fußball gespielt werden darf.“ Beim Neubau und bei der Sanierung von Plätzen setze die Stadt bereits auf Kork statt auf Granulat. Aktuell liege das als umweltfreundlich geltende Material auf sieben von 60 Dortmunder Kunst-rasenplätzen und in den nächsten Jahren werden noch einige dazu kommen.
"Es steht noch gar nicht fest, ob die EU-Kommission ein Verbot von Plastik-Einstreumaterial tatsächlich vorschlagen wird“, so Poschmann.

"Vereine nicht alleine lassen"

Sollte es nach einer angestrebten sechsjährigen Übergangsfrist jedoch tatsächlich zu einer flächendeckenden Umrüstung und Mehrkosten kommen, dürften Städte und Amateurvereine nicht alleine gelassen werden. Dann seien Länder und Bund gefragt. Die SPD-Bundestagsfraktion werde jedenfalls an der Seite der Sportvereine stehen, verspricht Poschmann. „Falls nötig, werde ich mich für eine finanzielle Unterstützung durch den Bund einsetzen.“ Kork und Sand statt Mikroplastik, darauf setzt der TSC Eintracht auf dem Kunstrasenplatz an der Strobelallee und hat damit gute Erfahrungen gemacht. Foto: Klinke

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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